Was aus den offenen Wünschen der Hochzeitsliste noch wird

Was aus den offenen Wünschen der Hochzeitsliste noch wird

Die Hochzeit ist vorbei, die Dankeskarten sind verschickt, und auf der Geschenkliste stehen noch die Servierplatte, das Fondue-Set und der Staubsauger für 400 Euro. Das passiert bei fast jeder Liste. Für die Reste gibt es ein paar vernünftige Wege. Einer davon ist Streichen.

Kauf selbst, was ihr sowieso gebraucht hättet

Steht ein Wunsch auf der Liste, weil ihr ihn wirklich braucht, dann kauft ihn. Eine Gusspfanne oder ein anständiges Messerset wird nicht weniger nützlich, nur weil kein Gast danach gegriffen hat. Bei Dingen unter 100 Euro lohnt das Warten auf den nächsten Anlass selten.

Manche Kaufhäuser mit Hochzeitstisch geben nach der Feier einen Rabatt auf die offenen Posten. Frag nach, bevor du irgendwo den vollen Preis zahlst. Bei einer Online-Liste mit Links zu verschiedenen Shops gibt es diesen Nachlass nicht, dafür kannst du in Ruhe auf ein Angebot warten.

Teure Wünsche wandern auf die nächste Liste

Die Kitchenaid für 600 Euro war den meisten Gästen zu viel, und das ist in Ordnung. Sie taucht beim ersten Hochzeitstag, zum Geburtstag oder an Weihnachten wieder auf, und dort funktioniert sie besser, weil dann Eltern und Geschwister zusammenlegen können. Du kannst eine Weihnachtswunschliste erstellen oder eine Geburtstagswunschliste erstellen und die offenen Posten von der Hochzeit übernehmen. Ein großer Wunsch, auf den fünf Leute einzahlen, kommt an Weihnachten ganz normal an. Als einzelnes Hochzeitsgeschenk hätte ihn niemand angerührt.

Einzug und erster Hochzeitstag passen zum selben Thema

Wer nach der Hochzeit zusammenzieht oder in eine größere Wohnung wechselt, kann die Reste direkt in eine Einzugsliste übernehmen. Freunde, die beim Einrichten helfen wollen, freuen sich über eine Liste, aus der sie nur noch auswählen müssen, statt sich selbst etwas auszudenken. Übernimm die Reste aber nicht eins zu eins. Erst schauen, was die neue Wohnung hergibt: Wenn das Geschirr schon jetzt keinen Platz hat, gehört ein Sideboard vor die Servierplatte auf die Liste.

Auch der erste Hochzeitstag dreht sich traditionell ums gemeinsame Zuhause. Die Salatschüssel aus Steingut, bessere Bettwäsche oder der Bräter, der bei der Hochzeit liegen geblieben ist, passen genau dorthin und geben Eltern und Schwiegereltern eine klare Antwort auf die Frage, was ihr noch braucht.

Manches wird erst mit Kindern richtig nützlich

Ein zweites Set Geschirr, zusätzliche Handtücher, eine große Auflaufform: Vor der Hochzeit wirkt das wie zu viel, mit einem Kind im Haus ist es plötzlich genau richtig. Solche Wünsche kannst du übernehmen, wenn es Zeit wird, eine Geburtsliste zu erstellen. Stauraum und gute Handtücher zahlen sich dann zum zweiten Mal aus.

Weitergeben oder streichen

Nicht alles muss bei euch bleiben. Das Set Bilderrahmen ist vielleicht genau das, was eine Freundin für ihre neue Wohnung sucht, und die Küchenhelfer passen zum Bruder, der im Oktober fürs Studium wegzieht. Wenn jemand in eurem Umfeld dieselben Dinge auf der eigenen Liste hat, sprecht euch ab. Dann bekommt wenigstens niemand etwas, das er gar nicht wollte.

Und dann gibt es die Wünsche, die schlicht nicht mehr zu euch passen. Das Fondue-Set stammt aus einer Laune im Februar, für die große Servierplatte fehlt in der Wohnung der Schrank. Streicht sie. Geschmack ändert sich in einer Verlobungszeit, und eine Liste voller Karteileichen macht die nächste Liste nur unübersichtlicher.

Behaltet, was zu eurem Alltag gehört, und lasst den Rest gehen. Für alles, was übrig bleibt, könnt ihr beim nächsten Anlass eine neue Wunschliste erstellen und die offenen Posten dort wieder eintragen.