Wunschliste für die erste eigene Wohnung, vom Topf bis zum Pümpel

Wunschliste für die erste eigene Wohnung, vom Topf bis zum Pümpel

Der Mietvertrag ist unterschrieben, die Schlüssel liegen auf der Fensterbank, und dann fällt auf, was so eine Wohnung alles braucht. Töpfe, Handtücher, einen Schraubendreher, Glühbirnen, einen Pümpel. Wenn Freunde und Familie fragen, was sie zur Einweihung mitbringen sollen, hilft eine konkrete Liste mehr als der Satz „ach, irgendwas“.

In die Küche kommen erst die Basics, dann die Gadgets

Geräte, die nur eine Sache können, bleiben vorerst im Laden. Ein gutes Kochmesser (Victorinox oder Zwilling, 40 bis 60 Euro), zwei Schneidebretter, ein großer und ein kleiner Topf, eine beschichtete Pfanne und eine Gusspfanne decken fast alles ab, was in einer Wohnküche gekocht wird. Dazu Geschirrtücher, Topflappen, Frischhaltedosen und ein Dosenöffner. Nichts davon ist spannend, alles davon ist jeden Tag im Einsatz.

Ein Wasserkocher gehört weit nach oben auf die Liste, eine Kaffeemaschine direkt dahinter. Ein Multikocher oder eine Küchenmaschine lohnt sich erst, wenn klar ist, dass du abends wirklich kochst und nicht nur Nudeln machst.

Im Schlafzimmer zählt die Bettwäsche, nicht das Bett

Gute Bettwäsche bringt fürs Schlafzimmer mehr als jedes neue Möbelstück. Zwei Garnituren in der richtigen Größe (135 x 200 für die Einzelbettdecke, 155 x 220 für die größere) sind sinnvoller als eine teure, damit beim Waschen kein Notlaken herhalten muss. Dazu ein ordentliches Kopfkissen und eine Bettdecke, die zur Heizung passt: ein leichtes Modell für die gut gedämmte Neubauwohnung, ein warmes für den Altbau mit den hohen Decken.

Im Bad reicht am Anfang wenig. Vier Handtücher, ein Duschvorhang, falls die Dusche keine Glaswand hat, ein Spiegelschrank oder ein Regal für die Kleinteile. Eine Badematte wirkt unwichtig, bis man morgens auf kalten Fliesen steht. Pümpel, Klobürste und ein Verbandskasten gehören von Tag eins an in die Wohnung, weil man sie genau dann braucht, wenn kein Laden mehr offen hat.

Im Wohnzimmer bringen Lampen und Regale mehr als Deko

Eine Deckenleuchte macht keinen Raum wohnlich. Zwei Stehlampen oder Tischlampen mit warmweißen Leuchtmitteln schon, und sie kosten bei Ikea keine 30 Euro pro Stück. Ein paar Kissen und eine Wolldecke lassen ein gebrauchtes Sofa fertig aussehen, und beides eignet sich gut als Geschenk zur Einweihung, weil niemand daran etwas falsch machen kann.

Stauraum wird beim Einzug fast immer unterschätzt. Ein Kallax oder ein Billy, ein paar Wandregale und eine Truhe im Flur verhindern, dass die Umzugskartons bis Ostern in der Ecke stehen. Ein Standspiegel ist praktisch und macht ein kleines Zimmer optisch größer.

Werkzeug und Putzzeug wünscht sich niemand, alle brauchen es

Ein Werkzeugkoffer mit Hammer, Schraubendrehern, Zange, Maßband, Wasserwaage und einer Auswahl Dübel ist ab dem ersten Tag im Einsatz. Dazu eine Trittleiter, zwei Verlängerungskabel und eine Taschenlampe. Wer schon eine Bohrmaschine hat, weiß, wie oft sie ausgeliehen wird. Wer keine hat, sollte sie hier eintragen, denn als Gruppengeschenk von den Geschwistern ist ein Bosch-Akkuschrauber für 80 bis 100 Euro ein dankbarer Posten.

Zum Putzen reicht ein Grundbestand: Allzweckreiniger, Mikrofasertücher, Wischmopp mit Eimer, ein Staubsauger oder ein guter Besen. Rauchmelder sind in allen Bundesländern Pflicht und meistens Sache des Vermieters; der Batteriewechsel und der Knopftest bleiben oft an dir hängen. Eine Löschdecke für die Küche kostet unter 20 Euro und hängt am besten neben dem Herd, nicht darüber.

Was die Wohnung am Ende zu deiner macht

Wenn das Praktische steht, kommen die Dinge, an denen man die Wohnung wiedererkennt. Bilderrahmen für die Fotos, die sonst nur auf dem Handy bleiben, zwei oder drei Pflanzen, die Ausfälle verzeihen (Bogenhanf, Efeutute), ein Poster für die leere Wand. Eine Duftkerze oder ein Diffusor verändert überraschend viel daran, wie sich der Flur beim Reinkommen anfühlt.

An diese Sachen erinnern sich Gäste später, viel eher als an den Wischmopp. Die eigene Sammlung fängt aber trotzdem am besten mit dem Wischmopp an.

Eine erste Wohnung bringt eine lange Liste an Dingen mit, die man erst nach dem Einzug vermisst. Bevor fünf Leute dieselbe Nachricht mit „Was brauchst du denn?“ schicken, kannst du eine Wunschliste erstellen, auf der vom Kochmesser bis zum Bilderrahmen alles steht, was wirklich helfen würde.