Weihnachtswunschliste für die ganze Familie nach Altersgruppen

Sechs Leute auf dem Zettel, die jüngste vier, der älteste 74, und bis zum 20. Dezember soll alles da sein. Allgemeine Geschenkideen helfen da nicht weiter. Nach Alter sortiert wird es einfacher, denn eine Vierjährige und ein Rentner wollen tatsächlich verschiedene Dinge, und dazwischen liegen drei Gruppen mit eigenen Regeln.
2 bis 7 Jahre
Kleine Kinder wollen etwas in die Hand nehmen. Duplo bis vier, danach Lego Classic in der großen Box, dazu Knete, Fingerfarben und ein Puzzle mit 30 bis 60 Teilen. Eine Spielküche ist das Geschenk, das am längsten benutzt wird; die aus Holz von IKEA kostet unter 100 Euro und hält bis zur Einschulung. Eine Verkleidungskiste und eine Kindergitarre kommen dicht danach.
Bilderbücher gehen immer, am besten solche, die die Eltern beim vierzigsten Mal noch ertragen („Der Grüffelo“, „Die kleine Raupe Nimmersatt“). Für draußen ein Laufrad oder ein Roller, ein Fußball, Seifenblasen. Was in diesem Alter enttäuscht, sind Geschenke mit Bildschirm. Unter den elektronischen Geschenken ist die Toniebox die Ausnahme, weil sie ohne Bildschirm auskommt und die Figuren dazu als Kleingeschenke für Tanten und Onkel taugen.
8 bis 12 Jahre
Ab acht haben Kinder echte Hobbys, und das Geschenk sollte dazu passen. Brettspiele mit Strategie (Catan Junior, Kakerlakak, ab zehn Carcassonne), ein Experimentierkasten von Kosmos, Bügelperlen, ein Set für Freundschaftsbänder. Wer Fußball spielt, freut sich über neue Schienbeinschoner mehr als über ein weiteres Trikot. Buchreihen ziehen: „Die Schule der magischen Tiere“, „Gregs Tagebuch“, die drei Fragezeichen. Eine einfache Kinderkamera oder ein kleiner programmierbarer Roboter bringt Technik ins Spiel, ohne dass es nach Hausaufgaben aussieht.
13 bis 18 Jahre
Teenager sind die einfachste Gruppe, weil sie ganz genau sagen, was sie wollen; die Kunst ist, sie zum Aufschreiben zu bringen. Kabellose Kopfhörer, eine Powerbank, eine Handyhülle in der richtigen Farbe: alles zwischen 20 und 150 Euro und alles täglich in Gebrauch. Bei Kleidung und Kosmetik lässt du sie selbst wählen. Ein Gutschein von Zalando oder Douglas ist hier das bessere Geschenk als ein Pullover in der falschen Größe.
Erlebnisse schlagen Dinge: Konzertkarten, ein Abo für die Kletterhalle, ein Wochenende bei der Freundin in Hamburg mit Bahnticket. Wer ein Instrument spielt oder zeichnet, hat meist eine sehr konkrete Liste an Zubehör im Kopf, du musst nur fragen.
Erwachsene ab 18
Erwachsene wünschen sich Dinge, die sie sich selbst nicht kaufen: den Bräter von Le Creuset für 250 Euro, eine Wolldecke, einen Bildband über die Stadt, in der sie mal gelebt haben. Wer kocht, bekommt gutes Olivenöl oder ein Messer; wer oft Gäste hat, Gläser, die zusammenpassen.
Hobbys sind der beste Anhaltspunkt. Die Gartenschere von Felco für die Gärtnerin, ein Jahresabo einer Zeitschrift für den Radfahrer, ein Kurs an der Volkshochschule für den, der schon dreimal davon geredet hat. Duftkerzen und Bademäntel sind die Geschenke, die man verschenkt, wenn man nicht gefragt hat.
Ab 65 Jahren
Bei den Großeltern geht es um Wärme und um Kontakt. Eine Heizdecke von Beurer (40 bis 60 Euro), Hausschuhe mit fester Sohle, ein Fotobuch vom letzten Sommer mit allen Enkeln. Ein Tablet für Videoanrufe ist ein großes Geschenk, aber nur, wenn jemand es einrichtet und bei den ersten drei Anrufen daneben sitzt. Sonst liegt es in der Schublade.
Rätselhefte, Samen für den Garten und ein Zeitungsabo sind Geschenke, die das ganze Jahr wieder auftauchen. Ein Wochenende mit den Enkeln ist oft mehr wert als alles, was sich einpacken lässt.
Alle Wünsche an einem Ort
Das Schwierigste ist, sechs Leute dazu zu bringen, ihre Wünsche bis Ende November aufzuschreiben. Ein Budget pro Kopf, etwa 30 Euro für Kinder und 50 für Erwachsene, hält es fair und verhindert, dass ein Enkel ein Fahrrad bekommt und der andere Socken.
Du kannst für jedes Familienmitglied eine Weihnachtswunschliste erstellen, den Link an alle schicken und die Geschenke reservieren lassen, damit die Heizdecke nicht zweimal unter dem Baum liegt.





