Was für den Babysitter zu Hause bereitliegen sollte

Der erste Abend seit Monaten ohne Kind, die Babysitterin kommt um 19 Uhr, und um 18:55 suchst du noch das Fieberthermometer. Alles, was sie brauchen könnte, gehört schon Tage vorher an einen festen Platz. Dann bleibt ihr die Zeit für das Kind.
Eine Kiste für Notfälle, klar beschriftet
Pflaster, ein Fieberthermometer, Fieberzäpfchen mit der Dosierung, die der Kinderarzt für euer Kind angegeben hat, und alle Medikamente, die es regelmäßig nimmt, kommen in eine Box mit Deckel. Die steht im Bad oder in der Küche, nicht im Schlafzimmer, wo das Baby schläft. Dazu ein gut lesbarer Zettel mit euren Handynummern, der Nummer des Kinderarztes, der 112, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 und dem Giftnotruf eurer Region (für Berlin und Brandenburg 030 19240), außerdem die Adresse der nächsten Kinderklinik.
Treppengitter und Steckdosensicherungen sind ohnehin da. Was oft fehlt, ist eine Taschenlampe, die funktioniert, und bei einem Kind mit Allergie oder Asthma der Adrenalin-Pen oder das Inhalationsgerät mit einer Anleitung in drei Sätzen. Die Babysitterin ist keine Krankenschwester, und ein Beipackzettel hilft ihr um 21 Uhr nicht weiter.
Essen, das ohne Kochen geht
Leg Reiswaffeln, Käsewürfel, geschnittenes Obst und ein Quetschie in den Kühlschrank, zusammen mit einem Abendessen, das nur warm gemacht werden muss. Für ein Baby stehen Milchpulver, abgekochtes Wasser und zwei saubere Flaschen bereit, abgepumpte Milch mit Uhrzeit beschriftet.
An den Kühlschrank kommt ein Zettel mit den üblichen Essenszeiten, Allergien und dem Satz „isst Brokkoli nur mit Ketchup“. Lätzchen, Feuchttücher und der Kinderlöffel liegen in derselben Schublade, und der Hochstuhl ist sauber, denn getrocknete Nudeln vom Vortag will niemand als Erstes abkratzen.
Spielzeug, das den Abend ruhig hält
Eine Kiste mit Malbuch, Wachsmalstiften, einem Puzzle mit 20 Teilen und zwei Pappbilderbüchern reicht. Das Bobbycar und die Trommel bleiben im Schrank; alles, was vor dem Schlafengehen aufdreht, macht den Rest des Abends für beide schwerer.
Das Lieblingskuscheltier muss auffindbar sein, sonst wird um halb neun die ganze Wohnung umgedreht. Gibt es ein zweites, sauberes Exemplar, liegt es daneben. Die Einschlafroutine steht Schritt für Schritt auf dem Zettel: Zähne, Schlafsack, ein Buch, Licht aus, Tür einen Spalt offen. Für dich ist sie selbstverständlich, für jemand Fremdes nicht.
Windeln, Feuchttücher und Badezeug an einem Platz
Windeln, Feuchttücher, Taschentücher und eine Rolle Küchenpapier kommen an einen Ort, dazu ein Fleckenspray für den Pullover, der den Joghurt abbekommt. Wenn Baden zur Schicht gehört, stehen Shampoo, Handtuch und die rutschfeste Matte schon bereit, und auf dem Zettel steht, dass das Kind nie allein in der Wanne bleibt, auch nicht für den Griff zum Handtuch. Meist ist es einfacher, das Baden auf den nächsten Morgen zu verschieben und der Babysitterin nur den Waschlappen zu überlassen.
Ein Blatt statt einer Mappe
Eine Babysitter-Mappe mit zwölf Seiten liest niemand. Ein DIN-A4-Blatt am Kühlschrank reicht: Tagesablauf, Schlafenszeit, Hausregeln (kein Fernseher nach 19 Uhr, die Katze bleibt draußen), das WLAN-Passwort und wo Windeln, Notfallbox und Taschenlampe liegen. Dazu die Uhrzeit, zu der ihr zurück seid, und die Nummer eines Nachbarn oder der Oma um die Ecke, die einspringen kann, wenn ihr nicht erreichbar seid.
Lass 20 Euro in bar auf dem Tisch, für die Apotheke oder ein Taxi, und sag beim Rausgehen, dass Anrufen bei jeder Unsicherheit ausdrücklich erwünscht ist. Vieles davon, von der Notfallbox bis zur zweiten Trinkflasche, könnt ihr euch schon vor der Geburt schenken lassen. Du kannst eine Babyliste erstellen, auf der neben Kinderwagen und Schlafsack genau diese Kleinigkeiten stehen, damit der erste freie Abend nicht an einem fehlenden Thermometer scheitert.





