Sinterklaas-Wunschliste für Kinder ab Oktober anlegen, nach Alter

Sinterklaas-Wunschliste für Kinder ab Oktober anlegen, nach Alter

Sinterklaas kommt in den Niederlanden am Abend des 5. Dezember und in Flandern in der Nacht auf den 6. Für die Kinder dort ist das das große Geschenkfest, größer als Weihnachten. Die Familien, die Ende November nicht durch drei Spielwarenläden hetzen, sind meist die, die die Wunschliste schon im Oktober angefangen haben. Und die Kinder müssen dabei überlegen, was sie wirklich wollen, statt auf das Erstbeste im Regal zu zeigen.

Mitte Oktober anfangen

Nach den Herbstferien ist der richtige Moment. Die Kinder sind wieder im Schulrhythmus, die Spielwarenläden legen die Kataloge für die Saison aus, und Mitte November kommt der Sint mit dem Dampfschiff an. Wer so früh anfängt, hat Zeit, die Liste mit Oma, Opa und der Patentante abzustimmen, und steht nicht zwei Wochen vor dem 5. Dezember vor dem leeren Regal, weil die Playmobil-Ritterburg überall ausverkauft ist.

Was in welchem Alter funktioniert

Zwei- bis Vierjährige kommen mit drei bis fünf Sachen zurecht, auf die sie im Katalog oder im Laden zeigen können. Konkret und anfassbar: die Holzeisenbahn von Brio, ein Kuscheltier, ein Bilderbuch vom Grüffelo. Abstrakte Wünsche wie "etwas zum Spielen" bringen in dem Alter nichts.

Fünf- bis Zehnjährige können schon eine breitere Liste zusammenstellen. Gib ihnen vier Kategorien vor: etwas zum Lesen, etwas zum Basteln, etwas zum Toben, etwas Besonderes. Allein diese Vorgabe ergibt eine ausgewogenere Liste als die Frage "Was wünschst du dir?", auf die immer nur "alles von Lego" als Antwort kommt.

Ab elf verwalten Kinder ihre Wunschliste selbst. Sie suchen die Links heraus, vergleichen Preise und tragen auch etwas für die kleine Schwester ein. Ein Zwölfjähriger, der zwischen dem Set für 120 Euro und zwei kleineren wählen muss, lernt dabei mehr über Geld als in einer Mathestunde.

Der Abend mit der Liste gehört zur Tradition

Nimm dir Ende Oktober einen Abend dafür Zeit: heiße Schokolade, Pepernoten, die Liste auf dem Küchentisch. Wenn die Kinder danach einen kurzen Brief an den Sint schreiben und erklären, warum sie sich das eine oder andere wünschen, denken sie noch einmal nach, statt nur aufzuzählen. Der Brief kommt in den Schuh, zusammen mit einer Möhre fürs Pferd.

Misch Erlebnisse unter die Sachen: Karten fürs Kindertheater, einen Tag im Spaßbad, den Kletterpark im Frühjahr. Kinder merken früh, dass ein guter Nachmittag so viel wert ist wie ein Spielzeug, wenn er einmal auf der Liste stand und dann wirklich stattgefunden hat.

Mit Großeltern, Tanten und Onkeln abstimmen

Teil die Liste mit allen, die ohnehin etwas kaufen, und leg fest, wie sichtbar wird, was schon vergeben ist. Auf dem Zettel am Kühlschrank streicht ihr durch, was Oma übernommen hat. Auf einer Online-Wunschliste reservieren die Verwandten ihr Geschenk selbst, und das Kind sieht davon nichts, die Überraschung bleibt also erhalten.

Bei großen Familien lohnt sich eine Regel wie "ein Geschenk pro Kind und Haushalt, höchstens 25 Euro". Sonst stehen am 6. Dezember elf Pakete für ein Kind auf dem Tisch, und nach dem dritten schaut es nur noch, was als Nächstes kommt.

Auch ans Geben denken

Für je drei Wünsche auf der Liste darf das Kind etwas aussuchen, das es weggibt: ein Spielzeug, mit dem es nicht mehr spielt, für die Kleiderkammer oder den Spielzeugtausch in der Schule. Das dauert zehn Minuten, und das Kind erlebt den Abend danach anders. Kinder, die wissen, dass nicht alles von der Liste kommt, haben am Ende mehr vom Fest als die, die auf Paket Nummer zwölf warten.

Am einfachsten legst du die Liste direkt nach dem Abend am Küchentisch an. Eine Wunschliste erstellen, die Links der Kinder eintragen, den Link an Oma schicken, und sie ist lange vor dem 5. Dezember fertig.