Wichteln zu Halloween planen, von der Auslosung bis zum Kostüm

Halloween eignet sich besser zum Wichteln, als die meisten denken. Es gibt dem Büro, dem Freundeskreis oder der Familie einen Anlass, mit etwas Humor Geschenke zu tauschen, sechs Wochen bevor die Weihnachtsrunde alle müde macht. Und die Geschenke dürfen albern sein, was beim Weihnachtswichteln nie so richtig geht.
Die Organisation
Fang mindestens zwei Wochen vor der Bescherung an. Wenn du das Wichteln organisierst, leg den Termin zwischen den 31. Oktober und die erste Novemberwoche. Denk an die Feiertage: Der 31. Oktober ist in neun Bundesländern frei (Reformationstag), der 1. November in fünf weiteren (Allerheiligen). Für ein Wichteln im Büro ist der Freitag davor deshalb oft die bessere Wahl.
Leg das Budget gleich beim Anlegen fest, dann steht es in der Mail mit dem gezogenen Namen und niemand kann später behaupten, er habe es nicht gewusst. 15 bis 25 Euro reichen für ein Halloween-Thema, mehr macht die Geschenke ernst, und ernst soll es hier gerade nicht werden. Sag außerdem dazu, ob die Geschenke gruselig, witzig oder einfach herbstlich sein sollen. Ohne diese Vorgabe bringt einer eine Plastikspinne und die andere eine Kaschmirdecke.
Der Raum macht die halbe Arbeit. Gedämpftes Licht, ein paar Kunstspinnweben aus dem Drogeriemarkt und zwei geschnitzte Kürbisse reichen, mehr Deko braucht niemand.
Geschenkideen, die ankommen
Halloween-Geschenke sollen die anderen zum Schmunzeln bringen. Wer wirklich erschrecken will, sollte seine Gruppe sehr gut kennen.
Gemütliches geht immer: eine Decke in Rostrot oder Senfgelb, eine Tasse mit Fledermäusen, eine Kerze mit Zimt- oder Apfelduft. Süßes auch, solange es besser ist als der Inhalt der Schüssel an der Haustür, etwa selbst gebackene Kekse in Geisterform oder eine Schachtel gute Pralinen. Eine Tüte Haribo Vampire kostet zwei Euro und wird trotzdem als Erstes aufgerissen.
Nützlich und trotzdem im Thema: ein Kürbisschnitz-Set mit richtigen Klingen statt der Plastikvariante, ein Ravensburger-Puzzle mit Gruselmotiv oder der neueste Fitzek für alle, die lieber lesen als sich gruseln. Für den Abend danach passen die Scream-Reihe auf Blu-ray oder ein Exit-Spiel von Kosmos. Wer gern bastelt, freut sich über Material für einen Herbstkranz oder eine Kreuzstichvorlage mit Totenkopf.
Wer Schrottwichteln lieber mag, ist bei Halloween richtig. Der hässliche Kerzenständer aus dem Keller passt zu diesem Abend besser als zu jedem anderen Anlass.
Die Verpackung zählt hier mehr als sonst
Es reichen Packpapier mit Fledermaus-Stempel, schwarzes Seidenpapier und eine orange Schleife. Auf den Anhänger schreibst du einen kryptischen Hinweis auf den Inhalt statt des Namens. Kleine Geschenke passen in einen ausgehöhlten Kürbis, größere werden in Kunstspinnweben gewickelt.
Ein Vierzeiler zum Geschenk, der den Inhalt andeutet, kostet fünf Minuten und macht die Bescherung länger und lustiger. Lass beim Auspacken jede Person erst raten, wer ihr Wichtel war. Dann schaut niemand aufs Handy, weil jeder wissen will, ob der Tipp stimmt.
Kostüme, Essen und ein Spiel dazu
Bitte um Kostüme, aber verlang sie nicht. Wer keins hat, kommt mit Hut, und wer auch das nicht will, bringt die Chips mit. Dazu ein Punsch, der als "Hexengebräu" auf dem Tisch steht, ein Kuchen mit Keksbröseln als "Friedhofserde" und eine Playlist, die von Thriller bis zum Ghostbusters-Titelsong reicht.
Eine kurze Aktivität, Kürbisse verzieren oder eine Runde Halloween-Quiz, hält den Abend nach dem Auspacken am Laufen. Gruppen, die das einmal gemacht haben, machen es meist jedes Jahr wieder.
Wenn du dieses Jahr anfangen willst, kannst du in ein paar Minuten ein Wichteln anlegen, die Namen per Mail verschicken lassen, und die Gruppe ist fertig, bevor der erste Kürbis geschnitzt ist.





