Zwei Weihnachtswunschlisten als Paar zu einer zusammenlegen

Zwei Weihnachtswunschlisten als Paar zu einer zusammenlegen

Zwei Leute, zwei Geschmäcker, zwei Familien, die beide Anfang Dezember anrufen und fragen, was sie schenken sollen. Beim ersten gemeinsamen Weihnachten geht das genauso schief wie beim zehnten. Zwei Bettdecken, weil die Frage zweimal gestellt wurde, und kein Mensch hat an die Kaffeemühle gedacht. Dagegen hilft ein System, und zwar eines, das beide Familien verstehen.

Erst über Geld und Überraschungen reden, dann über Produkte

Setzt euch an einem Abend hin und klärt drei Dinge. Wie viel wollt ihr füreinander ausgeben. Will einer von euch überrascht werden oder lieber vorher wissen, was kommt. Und wie geht ihr mit Geschenken von den Familien um, getrennt oder gemeinsam. Das ist auch der Moment für große Anschaffungen. Wenn einer sich die Kaffeemaschine für 400 Euro wünscht und der andere ein Wochenende in den Bergen, wird daraus entweder ein gemeinsames Ziel oder ein stiller Wettbewerb. Wer das im Oktober bespricht, schenkt sich im Dezember nicht gegenseitig dasselbe.

Teilt die Liste in Persönliches und Gemeinsames

Zuerst das Persönliche, für jeden getrennt. Die Laufuhr, die einer will, die Romanreihe, die der andere seit dem Sommer liest. Das bleibt auf der Liste, damit jeder auch als Person beschenkt wird, statt nur als halber Haushalt.

Dann das Gemeinsame. Ein Stabmixer, die Wolldecke fürs Sofa, zwei Konzertkarten, ein Jahr Streaming. Das sind erfahrungsgemäß die Geschenke, die am häufigsten benutzt werden, und sie sind für Verwandte am einfachsten zu kaufen, weil niemand raten muss, für wen sie sind.

Bleibt die Grauzone. Die Spielkonsole steht auf einer persönlichen Liste, aber gespielt wird zu zweit. Tragt solche Dinge als gemeinsamen Wunsch ein und schreibt dazu, wer ihn sich hauptsächlich wünscht. Das erspart die Diskussion am 25. Dezember, wem das Geschenk nun gehört.

Jeder braucht genug eigene Wünsche auf der Liste

Eine gemeinsame Liste kippt leicht in Richtung Wohnung. Nach zwanzig Einträgen besteht sie aus Handtüchern, Töpfen und Bettwäsche, und keiner von euch bekommt etwas, das nur für ihn ist. Achtet darauf, dass etwa ein Drittel der Liste für den einen, ein Drittel für den anderen und ein Drittel für euch beide ist.

Kompromisse gehen auch ohne Verzicht. Einer mag Duftkerzen, der andere bekommt davon Kopfweh, also kommen unparfümierte Kerzen auf die Liste. Einer sammelt Gadgets, der andere will eine leere Kommode, dann wird es ein Gerät, das zwei alte ersetzt, statt gar keins.

Eine Liste, die beide Familien wirklich benutzen

Sobald die Liste steht, muss sie an einem Ort liegen, wo Eltern, Geschwister und Trauzeugen vor dem Einkauf nachsehen. Verlinkt das genaue Produkt statt es zu beschreiben. "Blaue Kissen" führt zu vier verschiedenen Blautönen unter dem Baum. Wer ein Geschenk kauft, reserviert es auf der Liste, und der Nächste sieht, dass es vergeben ist.

Bei teuren Wünschen lasst ihr die Familie zusammenlegen, dann finanzieren vier Leute die Kaffeemaschine, statt dass jeder eine Kleinigkeit kauft, die niemand braucht. Und tragt für die großen Posten eine zweite Wahl ein. Ist das Wunschmodell im Dezember ausverkauft, rät sonst jemand und liegt daneben.

Familien schenken unterschiedlich

Die eine Familie schenkt praktisch, die andere sentimental, und beides ist in Ordnung. Schwieriger sind Verwandte, die seit Jahren für jeden von euch getrennt einkaufen und ein gemeinsames Geschenk für halb so viel Mühe halten. Sagt es ihnen direkt, am besten am Telefon. Ein Satz wie "Wir haben dieses Jahr eine Liste zu zweit gemacht, da steht alles drauf, auch was für uns beide ist" reicht meistens. Legt keine drei Versionen der Liste für drei Gruppen an. Eine Liste mit Wünschen zwischen 15 und 400 Euro deckt die Oma genauso ab wie die Schwester.

Ihr könnt an einem Abend gemeinsam eine Weihnachtswunschliste erstellen und den Link an beide Familien schicken, bevor die ersten Pakete bestellt werden.

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