Die Wunschliste zum Herbstanfang auffrischen

Die Uhr ist noch nicht umgestellt, aber morgens liegt schon Nebel über der Straße und die Heizung springt zum ersten Mal an. Auf deiner Wunschliste stehen wahrscheinlich noch die Badelatschen und der Reiseführer für Kroatien. Jetzt ist der Moment, das zu ändern, nicht erst im November, wenn die Tante zum dritten Mal fragt, was du dir wünschst.
Was auf eine Herbstliste gehört
Pullover, Decke, Hausschuhe. Das steht auf fast jeder Liste im Oktober, und das ist auch richtig so, weil man sie bis März jeden Tag benutzt. Der Unterschied liegt in der Genauigkeit. „Ein warmer Pullover“ bringt dir einen Pullover in der falschen Farbe. „Merinopullover, Größe M, dunkelgrün oder rostbraun“ bringt dir den, den du willst.
- Filzpantoffeln von Giesswein oder Haflinger, mit Größe (30 bis 60 Euro)
- Wollsocken, am besten drei Paar auf einmal, weil eines immer in der Wäsche ist
- eine große Wolldecke fürs Sofa, mindestens 130 mal 170 Zentimeter
- Kerzen mit Zimt- oder Holzduft, oder unparfümierte, wenn dir Duftkerzen zu viel sind
- ein E-Reader wie der Kobo Clara oder zwei Romane, die du dir konkret ausgesucht hast
- eine reichhaltige Handcreme gegen die Heizungsluft
- eine Thermoskanne, ein Teeabo oder die Espressokanne, die du dir seit zwei Wintern nicht kaufst
Lass weg, was nur in der Herbstdeko bei Instagram gut aussieht. Der Kürbis-Latte-Sirup steht im März noch halb voll im Schrank.
Weihnachten planen, solange noch Ruhe ist
Bis Weihnachten sind es von hier aus noch rund drei Monate. Das klingt nach viel, aber wer im Dezember noch bestellt, kämpft mit ausverkauften Größen und Lieferzeiten. Eine Weihnachtswunschliste, die im Oktober steht, gibt Eltern und Geschwistern Zeit, in Ruhe zu kaufen, und die Chance auf das richtige Geschenk steigt spürbar.
Der Herbst ist auch der Zeitpunkt, das Wichteln im Kollegenkreis oder in der Familie anzustoßen. Wer erst Anfang Dezember fragt, bekommt die Antwort, dass der Kalender schon voll ist.
Dinge fürs Wohlfühlen, wenn es um fünf dunkel wird
Dunkle Abende verändern, was man sich wünscht. Ein Badezusatz, eine Tageslichtlampe für den Schreibtisch oder ein Yogakissen gehören auf die Liste, wenn du sie wirklich benutzen wirst, und nicht, weil sie in jedem Herbst-Ratgeber stehen. Gleiches gilt fürs Kochen. Ein Kochbuch über Suppen und Eintöpfe ist nur dann ein gutes Geschenk, wenn du Suppen kochst; sonst ist ein Gutschein für den Wochenmarkt ehrlicher.
Lichterketten, ein paar Kissen und ein Kranz für die Tür kosten zusammen unter 50 Euro und verändern das Wohnzimmer mehr als jedes Möbelstück. Damit sind sie ideal für Leute, die dir eine Kleinigkeit schenken wollen.
Die Liste in Umlauf bringen
Eine Wunschliste hilft nur, wenn die richtigen Leute sie kennen. Schick den Link an die Familie, sobald der erste Geburtstag oder Weihnachten in Sicht ist, mit einem Satz wie „Falls jemand nach Ideen sucht, hier steht alles“. Nimm Dinge zwischen 10 und 150 Euro auf, damit die Liste für die Kollegin genauso funktioniert wie für die Eltern, und mische Praktisches mit ein, zwei Sachen, die du dir selbst nie kaufen würdest.
Eine Liste vom September, die danach niemand mehr anfasst, ist im Dezember halb veraltet. Streich, was du dir inzwischen selbst gekauft hast, und trag nach, was neu dazukommt.
Falls du noch keine Liste hast, kannst du in wenigen Minuten eine Wunschliste erstellen, den Link zum Pullover einfügen und den Rest an einem Abend mit Tee auf dem Sofa erledigen.





