Warme Geschenkideen für die Hochzeitsliste einer Winterhochzeit
Geschenkideen für die Hochzeitsliste im Winter: Daunendecke, Gusseisenbräter, Raclette-Grill, Kerzen und Hüttenwochenende, mit Preisen und klarer Meinung.
3 Min. Lesezeit

Eine Hochzeit im Januar heißt Gäste in Mänteln vor der Kirche, Kerzen statt Abendsonne und ein Menü mit Wild statt Grillbuffet. Die Hochzeitsliste darf genauso nach Winter aussehen und muss nicht dieselben Töpfe zeigen wie eine Liste im Juni.
Warme Sachen für Schlafzimmer und Sofa
Eine Wolldecke fürs Sofa und eine zweite fürs Bett stehen ganz oben. Kaschmir ist schön, aber eine Decke aus Schurwolle für 80 bis 120 Euro hält länger und darf in die Waschmaschine. Dazu Flanellbettwäsche in Dunkelgrün oder Rostrot und eine richtige Daunendecke in der Winterstärke, die die wenigsten Paare sich selbst kaufen, weil 200 bis 400 Euro für eine Bettdecke immer erst verschoben werden. Seidenkissenbezüge könnt ihr weglassen; sie sehen auf der Liste gut aus und werden nach zwei Wäschen stumpf.
Eine Heizdecke von Beurer oder ein Luftbefeuchter gehören auch dazu. Trockene Heizungsluft im Altbau ist ein Winterproblem, das jeder Gast kennt, und genau solche Dinge werden gern geschenkt, weil man weiß, dass sie benutzt werden.
Kerzen gehören auf keine Liste so sehr wie auf eine für den Winter. Stumpenkerzen in Elfenbein, zwei Windlichter aus Glas, eine Laterne für den Balkon. Duftkerzen mit Tanne oder Zimt nur, wenn ihr sie wirklich mögt; Gäste schenken sie ohnehin.
Küchengeräte für Gerichte, die lange köcheln
Winterküche heißt Gulasch, Rotkohl, Schmorbraten. Ein Gusseisenbräter mit 24 oder 28 Zentimetern ist deshalb der wichtigste Posten der Liste: Le Creuset und Staub liegen bei 250 bis 350 Euro, Lodge bei rund 100, und alle drei halten ein Leben lang. Genau dafür können mehrere Gäste zusammenlegen. Ein Slow Cooker ergänzt den Bräter, ersetzt ihn aber nicht.
Für Abende mit Freunden ist ein Raclette-Grill mit acht Pfännchen sinnvoller als ein Fondue-Set. Fondue wird zweimal im Jahr gemacht, Raclette an Silvester und dann noch fünfmal bis März. Eine gute Thermoskanne (Emsa, etwa 30 Euro), ein Tablett aus Holz und sechs dickwandige Tassen für Tee und Kakao vervollständigen das. Wer bäckt, setzt eine Küchenmaschine mit Rührschüssel und zwei stabile Backbleche dazu. Ein Brot aus dem eigenen Ofen macht aus einer Wohnung im Februar schneller ein Zuhause als jede Vase.
Deko, die auch im Februar noch passt
Große Vasen für Zweige und Eukalyptus bringen etwas ins Haus, wenn draußen nichts blüht; ein schwerer Standboden ist wichtig, weil Zweige kippen. Bilderrahmen aus Holz oder gebürstetem Messing nehmen die Hochzeitsfotos auf und wirken im März nicht mehr nach Weihnachten. Bei der Tischwäsche eine Tischdecke in Winterweiß oder Anthrazit, dazu Stoffservietten und ein Läufer aus Leinen. Metallische Akzente und Edelsteinfarben, die in vielen Listen stehen, sind schon nach einem Jahr aus der Mode und nicht wert, dass ein Gast 60 Euro dafür ausgibt.
Geschenke, die man nicht einpackt
Ein Wochenende in einer Hütte im Allgäu, ein Tag in der Therme oder ein Skipass für zwei sind Dinge, auf die ihr euch im März freuen könnt, wenn die Hochzeit lange vorbei ist und das Wetter immer noch grau. Solche Beträge lassen sich als Geldwunsch auf der Liste eintragen, damit Gäste 20 oder 50 Euro dazugeben können, statt sich für den ganzen Skipass zu entscheiden.
Wer viel draußen ist, setzt Winterstiefel, eine Stirnlampe oder Schneeschuhe auf die Liste; das wird benutzt. Kaffee-Abos und Weinclubs dagegen laufen nach drei Lieferungen aus, ohne dass es jemand merkt. Die lasst ihr besser weg.
Preise mischen, damit jeder etwas findet
Mischt Alltag (Bettwäsche, Luftbefeuchter, Backbleche) mit Dingen, die nur zu euch beiden passen. Nehmt Sachen für 20, für 80 und für 300 Euro auf, dann finden die Studienfreundin und der Onkel aus Hamburg beide etwas. Und stellt euch bei jedem Eintrag den ersten Winter als Ehepaar vor: Wird das Ding im Januar benutzt oder steht es im Keller neben dem Fondue?
Ihr könnt eine Hochzeitsliste erstellen, die Links zu Bräter und Decke einfügen und für die Hütte einen Betrag angeben, zu dem Gäste beitragen können, wenn sie möchten. Das dauert einen Abend, und die Gäste haben es ab dann leichter als mit jeder Liste aus dem Kaufhaus.



