Geburtsliste zu Sinterklaas, was nützt und was nur Spaß macht
Was zum ersten Sinterklaas eines Babys auf die Geburtsliste gehört: Mulltücher und Schlafsack statt Größe 56, fünf Spielsachen, und etwas für die Eltern.
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Zum ersten Sinterklaas eines Babys wollen alle etwas schenken, und das Kind selbst merkt davon nichts. Was am 6. Dezember neben dem Schuh liegt, teilt sich in zwei Stapel: Dinge, die die Eltern ab dem nächsten Morgen täglich benutzen, und Dinge, die nach dem Auspacken in die Schublade wandern. Eine gute Geburtsliste hat beides, aber im richtigen Verhältnis.
Was Eltern ständig nachkaufen
Mulltücher, Spucktücher und Spannbettlaken fürs Beistellbett sind nach drei Monaten grau und dünn, davon kann niemand zu viele haben. Bei Kleidung gilt: Größe 68 bis 80 statt 56. Aus Größe 56 ist ein Baby nach vier bis sechs Wochen herausgewachsen, und davon liegen meist schon zwölf Bodys im Schrank, geschenkt zur Geburt.
Fürs Bad reichen ein Kapuzenhandtuch, weiche Waschlappen und ein mildes Waschgel. Fläschchen, ein Flaschenwärmer oder Stilleinlagen sind die Dinge, die niemand gern verschenkt und alle brauchen. Stehen sie auf der Liste, ist es niemandem mehr peinlich, sie zu schenken.
Spielzeug, das länger als eine Woche interessiert
Für ein Baby unter einem Jahr reichen fünf Dinge: eine Rassel, ein Beißring (Sophie la Girafe kostet rund 20 Euro und wird seit Jahrzehnten angeknabbert), Schwarz-Weiß-Kontrastkarten für die ersten Monate, ein Pappbilderbuch wie "Die kleine Raupe Nimmersatt" und eine Spieluhr. Alles darüber hinaus wird für die Eltern gekauft.
Ein Erinnerungsbuch für die Meilensteine gehört auch hierher. Die ersten Seiten werden begeistert ausgefüllt, ab dem sechsten Monat fehlt die Zeit. Setzt deshalb lieber ein dünnes auf die Liste als den Prachtband mit 120 Seiten.
Warm durch den Winter, Baby und Eltern
Sinterklaas fällt in die kalte Jahreszeit. Ein Winterschlafsack, ein Wollwalk-Overall für den Kinderwagen und ein Lammfell für die Babyschale sind darum nützlicher als niedlich. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (früher BZgA) empfiehlt fürs Babybett einen Schlafsack statt einer Decke, ein zweiter Schlafsack für die Wäsche ist also ein Geschenk, das sofort gebraucht wird. Ein dimmbares Nachtlicht macht das nächtliche Stillen und Wickeln leichter, ohne alle wach zu machen.
Die Eltern gehören auch auf die Liste. Ein Stillkissen, eine warme Decke für das Sofa um drei Uhr nachts, ein Gutschein für Essen nach Hause. Das hilft dem ganzen Haushalt durch den Winter.
Die Geburtsliste anlegen
Mischt Preise von 10 bis 400 Euro: Socken und Schnuller neben Kinderwagen und Kindersitz. Für die teuren Sachen können mehrere Leute zusammenlegen, dann bleibt die ganze Rechnung nicht an der Oma hängen. Bei Kindersitz und Babyphone tragt ihr Marke und Modell ein, etwa den Maxi-Cosi Pebble 360 mit i-Size-Zulassung nach R129, und nicht "ein Kindersitz". Wer den Geburtstermin oder das Alter des Babys dazuschreibt, erspart sich den Winteroverall in Größe 56 für ein Kind, das im März geboren ist.
Lasst zwei oder drei rein spaßige Dinge stehen: ein Kuscheltier, ein Outfit für das Foto mit dem Schuh am Kamin. Das wird einmal getragen, und das Foto hängt zwanzig Jahre.
Was nach dem ersten Jahr bleibt
Eine Decke mit Namen wird benutzt und später aufgehoben. Bilderbücher auf Niederländisch (Nijntje oder ein Sinterklaas-Bilderbuch) bauen eine kleine Bibliothek auf und erinnern daran, woher das Fest kommt. Das sind die Geschenke, die auch mit fünf Jahren noch im Kinderzimmer stehen.
Wenn ihr in wenigen Minuten eine Geburtsliste erstellt und den Link mit der Einladung zum Sinterklaas-Abend verschickt, kaufen Großeltern, Paten und Freunde das, was in diesem Winter wirklich gebraucht wird, und ihr bekommt nicht drei Schlafsäcke in derselben Größe.



