Dezembergeburtstag feiern, ohne dass er in Weihnachten untergeht
Wer im Dezember Geburtstag hat, bekommt oft ein Kombigeschenk. Mit getrennter Liste, Ansage im Oktober und eigenen Ritualen bleibt der Tag ein Geburtstag.
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Wer zwischen dem 15. und dem 31. Dezember Geburtstag hat, kennt das Päckchen mit dem Zettel "Zum Geburtstag und zu Weihnachten". Ein Geschenk, zwei Anlässe, und der Geburtstag ist abgehakt, bevor jemand einen Kuchen gebacken hat. Dagegen hilft ein bisschen Planung, am besten schon im Oktober und nicht erst im Dezember.
Sag, was du dir wünschst, und sag es getrennt
Niemand will deinen Geburtstag absichtlich kleinhalten. Im Dezember stehen Weihnachtsfeier, Wichteln im Büro und die Geschenke für die eigene Familie an, und dein Geburtstag ist der Punkt, der als Erstes hinten runterfällt. Wenn du nichts sagst, greifen die Leute zur bequemsten Lösung, und das ist das Kombigeschenk, das beim Weihnachtseinkauf mit in den Korb wandert.
Erstelle eine Geburtstagsliste, die nichts mit deiner Weihnachtswunschliste zu tun hat, und gib sie weiter, wenn im November die ersten fragen. Zwei getrennte Listen sind hier wichtiger als bei jedem anderen Geburtstag im Jahr. Wer beides in einer Liste sieht, sucht sich das Teuerste heraus und schreibt beide Anlässe auf die Karte.
Lieber zwei kleine Geschenke als ein großes
Das Kombigeschenk ist manchmal teurer als zwei einzelne. Trotzdem lohnt es sich nicht. Ein Geschenk bedeutet einen Moment, in dem du gefeiert wirst, und im Dezember ist dieser eine Moment fast immer der 24.
Wer ans Budget denkt, kann es sich leicht ausrechnen: zwei Geschenke zu je 20 Euro statt eines zu 40 Euro. Gleiches Geld, aber ein Päckchen liegt am Geburtstag auf dem Tisch und eins unter dem Baum. Wer trotzdem lieber etwas Großes schenken will, kann das an Weihnachten tun und zum Geburtstag mit einem Kuchen vorbeikommen.
Traditionen, die nichts mit Weihnachten zu tun haben
Ein Abendessen im Restaurant ohne Lametta und ohne Weihnachtsmenü. Eine Feier am ersten Dezemberwochenende, bevor die Weihnachtsfeiern beginnen. Ein halber Geburtstag im Juni, falls der echte Termin jedes Jahr zwischen Heiligabend und Silvester verschwindet. Jede dieser Ideen zieht eine Linie zwischen den beiden Anlässen.
Kleine Dinge zählen mit. Bitte um Geburtstagspapier statt Weihnachtspapier, und wenn es nur braunes Packpapier mit einer blauen Schleife ist. Ein anderer Kuchen als der Christstollen, der ohnehin auf dem Tisch steht. Ein Geburtstagsfrühstück, das jedes Jahr gleich abläuft, hat mehr Wirkung als jedes Geschenk.
Sprich es im Oktober an
Erwähne deinen Geburtstag, bevor das erste Türchen am Adventskalender aufgeht. Im Oktober oder Anfang November haben die Leute noch Platz im Kalender und im Kopf. Ende November ist beides voll.
Eine kurze Nachricht in der Woche davor ist erlaubt: "Nächste Woche ist mein Geburtstag, und ich freue mich, wenn wir den getrennt von Weihnachten feiern." Die meisten nehmen das gut auf, viele sind sogar erleichtert, weil sie sich die Frage nach dem Kombigeschenk längst selbst gestellt haben. Wenn du eine eigene Feier planst, verschick die Einladung Anfang November. Die Wochenenden im Dezember sind bei vielen schon vergeben, bevor der erste Weihnachtsmarkt öffnet.
Plan den Tag selbst
Wenn dein Geburtstag auf eine bestimmte Art gefeiert werden soll, organisier ihn selbst. Ein Essen, ein Ausflug, ein Abend mit vier Freunden statt einer großen Feier. Wer im Dezember darauf wartet, dass jemand anders die Initiative ergreift, wartet meist bis Januar. Zwei kleine Runden an zwei Tagen, einmal Familie, einmal Freunde, sind in diesem Monat oft leichter unterzubringen als eine große.
Ein Geburtstag im Dezember muss nicht mit Weihnachten konkurrieren, wenn du früh dran bist. Erstelle die Geburtstagsliste jetzt, gib sie weiter, sobald jemand fragt, und lass die Weihnachtswunschliste erst danach folgen.



