Was auf die Hochzeitsliste einer Winterhochzeit gehört

Eine Hochzeit im Januar gibt euch einen guten Grund, Dinge auf die Liste zu setzen, die ihr an einem kalten Dienstagabend wirklich benutzt. Das Porzellan für zwölf Personen steht danach im Schrank. Der Bräter, in dem am Sonntag das Gulasch schmort, steht auf dem Herd.
Bettwäsche und Decken, die wirklich benutzt werden
Biberbettwäsche gehört auf jede Winterliste. Sie liegt in deutschen Haushalten im Dezember auf dem Bett, und sie wird öfter benutzt als fast alles andere, was Hochzeitsgäste schenken. Zwei Garnituren in 135 mal 200, eine in Dunkelgrün und eine in Weiß, reichen. Dazu eine Decke aus Schurwolle fürs Sofa. Kaschmir ist schön, aber bei 300 Euro für eine Decke setzt ihr besser die Schurwolle auf die Liste. Die Kaschmirdecke passt höchstens als Geschenk, für das mehrere Gäste zusammenlegen können.
Mischt Materialien: zwei Samtkissen, eine Kunstfelldecke, ein grob gestrickter Überwurf. Das wärmt und sieht auch im Juli noch gut aus.
Ausstattung fürs Gastgeben im Winter
Wer im Winter heiratet, hat im ersten Ehejahr gleich Weihnachten, Silvester und lange Wochenenden mit Besuch vor sich. Nutzt das. Ein gusseiserner Bräter von Le Creuset oder Staub (rund 250 Euro für 24 cm) ist das Geschenk, das am häufigsten aus dem Schrank kommt: Schmorbraten, Brot, Chili für acht. Nehmt die runde Form; die ovale sieht schöner aus und passt auf keine Herdplatte richtig. Dazu ein Raclette-Grill für acht Personen, denn irgendein Silvester findet bei euch statt, ob ihr wollt oder nicht.
Ergänzt Gläser für die Saison: Glühweintassen, ein Set für Feuerzangenbowle, Sektflöten für Silvester. Kleinkram, aber in diesem ersten Winter bei jedem Besuch im Einsatz, und danach jedes Jahr wieder ab dem ersten Advent. Ein Fondue-Set ist dagegen nur sinnvoll, wenn ihr es schon einmal gemacht habt. Bei den meisten Paaren steht es nach dem ersten Abend im Keller.
Damit sich die Wohnung eingerichtet anfühlt
Kerzenhalter, ein paar große Stumpenkerzen, bei einem Kamin ein Funkenschutz und ein Kaminbesteck. Solche Dinge machen aus "halb eingezogen" ein Zuhause. Ein Luftbefeuchter hilft gegen die trockene Heizungsluft, und ein Duftöl mit Zimt oder Orange kostet unter zehn Euro und ist damit die günstigste Sache auf der Liste.
Eine große Vase für Zweige, zwei Laternen für die Haustür, ein Set Windlichter aus Bauernsilber. Das reicht an Winterdeko, mehr kippt ins Kitschige.
Die unglamourösen, aber nützlichen Sachen
Setzt auch das Praktische drauf. Smarte Heizkörperthermostate (tado oder Bosch, rund 70 Euro pro Heizkörper) sparen im ersten Winter mehr Geld als jede andere Sache auf der Liste. Zugluftstopper, zwei gute Bademäntel, ein Vorrat an Tee und Trinkschokolade. Wer im Allgäu oder im Erzgebirge wohnt, setzt auch Schneeschaufel und Streugut drauf. Das schenkt niemand gern, aber jemand wird es tun, und im Februar seid ihr froh darüber.
Bei Küchengeräten lohnen sich ein Brotbackautomat, ein Stabmixer für Suppen und ein Wasserkocher mit Temperaturwahl. Die laufen jede Woche. Beim Slow Cooker ist das in Deutschland eher Glückssache, viele Paare benutzen ihn dreimal und dann nie wieder.
Die Liste zusammenstellen
Mischt Gemütliches, Gastgeber-Ausstattung und die langweiligen Dinge wie die Thermostate. Verteilt die Preise, von der Kerze für 20 Euro bis zum Bräter für 250, damit die Studienfreundin genauso etwas findet wie die Patentante. Bei den teuren Sachen legen Gäste ohnehin gern zusammen.
Wenn ihr im kleinen Kreis heiratet, legt den Schwerpunkt auf Bettwäsche und Decken. Wenn oft Besuch kommt, auf Bräter, Raclette und Gläser. Sobald der Termin steht, könnt ihr eine Hochzeitsliste erstellen und die Links eintragen, lange bevor die Einladungen verschickt sind.





