Die Weihnachtswunschliste schon im September anfangen
Die Weihnachtswunschliste im September schreiben verteilt die Kosten auf vier Gehälter und spart Hektik. So fängst du an, ohne der Vorfreude zu schaden.
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Die meisten fangen Mitte November mit dem Weihnachtseinkauf an, wenn die Lego-Sets, die alle wollen, im Laden fehlen und jede Bestellung mit einem Lieferdatum um den 23. kommt. Wer die eigene Wunschliste im September schreibt, hat drei Monate Vorsprung. Das Budget verteilt sich auf vier Gehälter, und die Entscheidungen fallen, bevor die erste Werbung mit Glöckchen läuft.
Was der September kann und der Dezember nicht
300 Euro für Geschenke sind im Dezember ein Loch im Konto und ab September 75 Euro im Monat. Das ist das ganze Argument. Dazu kommt, dass im September noch niemand hektisch ist: Du kannst überlegen, was du dir wirklich wünschst, statt am 20. Dezember der Tante irgendetwas zu sagen, damit sie Ruhe gibt.
Die Vorfreude leidet nicht darunter. Was am Ende unter dem Baum liegt, weißt du im September genauso wenig wie im Dezember.
Was auf die Liste gehört
Eine gute Weihnachtswunschliste ist mehr als eine Sammlung von Dingen, die du haben willst. Sie braucht ein paar Sorten, damit die Schwester mit 20 Euro und die Eltern mit 150 beide etwas finden:
- Erlebnisse, etwa Konzertkarten für März, ein Kochkurs oder eine Nacht im Baumhaus
- Dinge, die du dir sowieso kaufen würdest, wie ein Flanellpyjama oder ein gutes Küchenmesser
- Zubehör für ein Hobby, das du schon hast, zum Beispiel neue Kletterschuhe oder ein 50-mm-Objektiv
- Die bessere Ausführung von Alltagsdingen, etwa Kaffee von einer kleinen Rösterei oder ein Notizbuch von Leuchtturm1917
- Abos, etwa eine Zeitschrift für ein Jahr oder die Jahreskarte fürs Schwimmbad
Streu die Preise von 10 bis über 100 Euro. Eine Liste, auf der alles 80 Euro kostet, hilft den Cousinen nicht, und eine mit lauter Socken hilft den Eltern nicht.
Familie und Freunde gleich mitnehmen
Sobald deine Liste steht, bitte die anderen um ihre. Eine kurze Nachricht in den Familienchat reicht: „Hab meine Weihnachtswunschliste schon gemacht, damit ihr nicht raten müsst. Macht ihr auch eine?“ Das klingt weniger fordernd als im Dezember, wenn schon jeder halb fertig ist.
Der September ist auch der Moment, das Organisatorische zu klären. Wichtelt die Großfamilie dieses Jahr, mit welchem Budget, und wer zieht die Namen? Wer das im September regelt, erspart sich im Dezember das Gespräch, bei dem drei Leute schon gekauft haben und zwei noch nicht wussten, dass gewichtelt wird.
Einkaufen, als hättest du Zeit
Mit fertiger Liste kaufst du, wenn der Preis stimmt, nicht wenn der Kalender drängt. Viele Händler bringen ihre besten Preise in der Black Week Ende November; wer dann schon weiß, was er für wen holt, kauft in zehn Minuten und lässt sich nicht von der dritten Rabattmail zu einer Luftfritteuse überreden.
Führ nebenher eine Liste für die anderen, in der Notizen-App oder auf einem Zettel im Portemonnaie. Wenn dir im Oktober das richtige Geschenk für die Schwester begegnet, kaufst du es sofort, statt dich sechs Wochen später zu fragen, was das noch mal war.
Selbstgemachtes braucht den Vorlauf am meisten. Ein Fotobuch dauert einen Abend und zehn Tage Lieferzeit, ein gestrickter Schal drei Wochen, und Aufträge für ein Porträt nimmt der Illustrator um die Ecke ab November oft nicht mehr an.
Die Liste darf sich ändern
Eine Liste aus dem September ist kein Vertrag. Wenn du im November mit dem Bouldern anfängst, kommen die Kletterschuhe drauf und der Kochkurs geht runter. Sie gibt den anderen einen Ausgangspunkt. Bestellt hat damit niemand etwas.
Mach das Schreiben zu einem Abend mit heißer Schokolade, allein oder mit dem Partner, und dann ist es erledigt. Erstelle eine Weihnachtswunschliste auf Happy Giftlist, schick den Link in den Familienchat und hab den Dezember frei für die Leute, mit denen du ihn verbringen willst.



