Eine Sinterklaas-Wunschliste, die vor dem 5. Dezember fertig ist
Sinterklaas läuft besser mit einer Liste: Preise von 5 bis 100 Euro mischen, konkrete Produkte statt Kategorien nennen und bis zum 5. Dezember pflegen.
3 Min. Lesezeit

Sinterklaas wird in den Niederlanden am Abend des 5. Dezember gefeiert, in Belgien am Morgen des 6., und in vielen Familien mit Wurzeln dort auch in Deutschland. Wer dann ohne Liste dasteht, rät. Eine Wunschliste, die Anfang November steht, erspart dem Onkel den Gang in den Elektromarkt am Nachmittag davor und dir das dritte Duschgel-Set.
Praktisches neben einfach nur Schönem
Fang mit dem an, dessen Kauf du seit Wochen vor dir herschiebst: Handschuhe, mit denen sich das Handy bedienen lässt, Wollsocken, der Wasserkocher, der seit dem Sommer tropft. Solche Wünsche werden garantiert benutzt, und wer sie schenkt, weiß das.
Dann kommt das, was man nicht braucht und trotzdem gern hat: ein Roman von Juli Zeh, das Brettspiel Cascadia, Pralinen von der Confiserie in der Innenstadt, ein guter Darjeeling, die Keramikschale aus dem Schaufenster, an der du dreimal vorbeigelaufen bist. Beides zusammen gibt den Schenkenden Spielraum. Wer 15 Euro ausgeben will, findet etwas, wer 60 hat, auch.
Preise von 5 bis 100 Euro abdecken
Bei Sinterklaas gilt in den meisten Familien ein Budget, oft 10 bis 25 Euro pro Person, beim Wichteln unter Freunden manchmal nur 5. Die Liste braucht deshalb eine Handvoll Kleinigkeiten unter 10 Euro: gemusterte Socken, ein Notizbuch von Leuchtturm1917, Marzipan, die Lieblingssorte Lakritz. Dazu Wünsche zwischen 15 und 30 Euro, etwa ein Taschenbuch, eine Zimmerpflanze oder eine Handcreme von Weleda.
Teurere Wünsche gehören trotzdem drauf, sofern sich mehrere Leute beteiligen können: ein Kopfhörer für 120 Euro, eine Eisenpfanne von de Buyer. Wenn du online eine Wunschliste erstellst, können Geschwister und Eltern bei so einem Geschenk zusammenlegen, ohne dass jemand im Gruppenchat das Geld einsammeln muss.
Keine vagen Einträge
„Bücher“ oder „irgendwas zum Anziehen“ auf einer Liste führt zu Geschenken, über die sich niemand freut, weder der Schenkende im Laden noch du beim Auspacken. Schreib das Ding hin: statt „Hautpflege“ die Gesichtscreme für empfindliche Haut von Avène, statt „Küchenkram“ das Schneidebrett aus Eiche, 40 mal 30 Zentimeter.
Verlinke das Produkt und notiere Größe, Farbe und Ausführung. Manchen kommt das fordernd vor. Wer einkaufen muss, sieht das anders: Er will nicht raten, und die Schuhgröße erspart ihm den Umtausch am nächsten Tag.
Die besten Geschenke sind manchmal keine Gegenstände
Selbst gebackener Spekulatius, ein handgeschriebener Brief, ein Nachmittag im neuen Café um die Ecke. Das kostet fast nichts und bleibt länger im Gedächtnis als das Duschgel. Zu Sinterklaas passt es besser als zu jedem anderen Fest, weil das Gedicht und die selbst gebastelte Surprise ohnehin zum Abend gehören.
Erlebnisse gehen auch: Karten für das Konzert im Januar, ein Jahresabo für das Schwimmbad, ein Samstag Hilfe beim Ausmisten des Kellers. Dafür braucht es kein Geschenkpapier, und es liegt im Februar nicht in der Ecke.
Bis zum 5. Dezember aktuell halten
Eine Liste, die Anfang November erstellt und danach nie wieder angefasst wird, hilft niemandem, weil du dir die Socken bis dahin selbst gekauft hast. Geh Mitte November noch einmal drüber, streiche das Erledigte und ergänze, was dir inzwischen aufgefallen ist. Teile sie spätestens drei Wochen vor dem Fest, damit auch Bestelltes rechtzeitig ankommt und niemand am Abend davor nimmt, was im Regal übrig ist.
Eine digitale Liste hat gegenüber dem Zettel am Kühlschrank einen Vorteil: Was jemand reserviert hat, sieht die Nächste, und du bekommst nicht zweimal denselben Darjeeling.
Vorausplanen nimmt der Überraschung nichts weg. Am 5. Dezember weißt du trotzdem nicht, was in welchem Paket steckt, nur dass es dir gefällt. Erstelle jetzt eine Wunschliste und schick den Link an Familie und Freunde, bevor der erste Sinterklaas-Einkauf losgeht.



