Was auf die Hochzeitswunschliste gehört, wenn ihr im Herbst heiratet
Wer im Herbst heiratet, richtet sich für den Winter ein. Welche Decken, Bräter und Tischsachen auf die Hochzeitswunschliste gehören und was wegkann.
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Wer im Oktober heiratet, verbringt die ersten Monate als Ehepaar drinnen. Die Heizung läuft, um fünf ist es dunkel, und über die Feiertage kommt die Familie zu Besuch. Genau darauf sollte die Hochzeitswunschliste zugeschnitten sein: auf Dinge, die von November bis März jede Woche benutzt werden, und nicht auf eine Eismaschine.
Decken und Bettwäsche, sobald die Heizung läuft
Eine Wolldecke in Rostorange, Bordeaux oder Senfgelb liegt den ganzen Winter auf dem Sofa. Nehmt eine aus reiner Schurwolle oder Alpaka, 130 mal 180 Zentimeter, damit zwei Leute darunter passen. Die Decken von Klippan oder Tweedmill kosten 80 bis 120 Euro, ein Betrag, den zwei Gäste gern gemeinsam übernehmen. Kunstfaserdecken sind nach zwei Wintern knötchig und landen im Kofferraum.
Flanellbettwäsche gehört ebenfalls auf die Liste, mindestens zwei Garnituren, damit eine in der Wäsche sein darf.
Einen Luftbefeuchter lasst ihr besser weg. Die Geräte müssen alle paar Tage gereinigt werden, sonst verteilen sie Keime in der Wohnung, und nach dem dritten Mal macht das niemand mehr. Eine Schale Wasser auf dem Heizkörper tut es auch.
Ein Bräter, der die nächsten dreißig Jahre hält
Der eine große Küchenwunsch ist ein emaillierter Gusseisenbräter, rund, 24 bis 26 Zentimeter, in Tiefrot oder Waldgrün, damit er auf dem Herd stehen bleiben darf. Gulasch, Schmorbraten, Brot ohne Kneten, alles läuft darin. Staub und Le Creuset liegen bei 250 bis 330 Euro, ein Bräter von Küchenprofi oder aus dem Discounter kostet 60 bis 100 Euro und schmort genauso gut. Den Unterschied merkt ihr erst nach zehn Jahren an der Emaille. Der teure Bräter ist ein gutes Gemeinschaftsgeschenk für die Kollegen; den günstigen könnt ihr euch selbst kaufen.
Einen Slow Cooker braucht dazu niemand. Der Bräter im Backofen bei 150 Grad macht in vier Stunden dasselbe und blockiert keinen zweiten Platz auf der Arbeitsfläche. Sinnvoller sind zwei Auflaufformen aus Keramik in verschiedenen Größen, ein großes Holzbrett zum Schneiden und Servieren und, wenn im Dezember Plätzchen gebacken werden, eine Küchenmaschine. Eine KitchenAid Artisan kostet um die 500 Euro und ist damit der klassische Fall für mehrere Gäste, die zusammenlegen.
Ein Tisch für Advent, Weihnachten und Silvester
Nach einer Herbsthochzeit kommen die Einladungen von selbst: das erste Adventswochenende mit den Schwiegereltern, Weihnachten mit beiden Familien, Silvester mit Freunden. Eine Tischdecke in Dunkelgrün oder Karo mit acht Stoffservietten reicht für alle drei Anlässe. Dazu Windlichter statt Kerzenständer, weil die nicht umkippen, wenn jemand über den Tisch nach der Soße greift.
Ein Käsebrett mit drei Messern, eine Karaffe für den Rotwein und eine Servierplatte, auf die eine ganze Gans passt, machen den Rest. Setzt auch Unspektakuläres drauf: ein zweites Besteckset für zwölf Personen, Frischhaltedosen aus Glas für die Reste vom Festessen. Solche Dinge kauft sich kein Paar von allein, und die Tante, die keine 200 Euro ausgeben will, ist froh über einen Wunsch für 25.
Die Terrasse bis in den Dezember nutzen
Eine Feuerschale hält eine Terrasse an einem klaren Novemberabend brauchbar, lange nachdem die Nachbarn ihre Gartenstühle weggeräumt haben. Ein Modell aus Stahl mit 60 Zentimeter Durchmesser kostet 80 bis 150 Euro. Elektrische Heizstrahler lohnen sich nicht. Sie ziehen 2 Kilowatt, wärmen nur den, der direkt darunter sitzt, und werden nach dem ersten Winter zum Kellerbewohner.
Dazu gehören wetterfeste Kissen, zwei Outdoor-Decken, ein Korb für Brennholz und eine Lichterkette. Mehr braucht die Terrasse nicht. Outdoor-Teppich und Isolierbecher dürfen auf die Liste, sind aber das Erste, was ihr streicht, wenn sie zu lang wird.
Kleine Wünsche für Gäste mit kleinem Budget
Ein Teil der Gäste möchte eher 20 bis 40 Euro ausgeben. Für die braucht die Hochzeitswunschliste Vasen aus Steingut, einen Weidenkorb für die Decken, das Kochbuch "Simple" von Ottolenghi oder Duftöl für den Diffusor. Duftkerzen lasst ihr weg; davon bekommt ihr ohnehin drei, ohne dass sie auf der Liste stehen.
Legt die Liste in diesen fünf Gruppen an, mit Preisen von 20 bis 500 Euro, und gebt den Link weiter, wenn Gäste fragen. Auf Happy Giftlist könnt ihr eine Hochzeitsliste erstellen, auf der Gäste Geschenke reservieren oder bei den teuren Stücken zusammenlegen, sodass der Bräter genau einmal ankommt.



