Die Weihnachtswunschliste im Januar anfangen

Die Weihnachtswunschliste im Januar anfangen

Am 18. Dezember fragt deine Mutter, was du dir wünschst, und dir fällt in dem Moment nichts ein außer Socken. Dabei wolltest du im März unbedingt das Kochbuch von Yotam Ottolenghi und im Juli den Wasserkocher mit Temperaturwahl. Beides hast du längst vergessen. Wer die Liste im Januar anlegt, hat dieses Problem nicht.

Im Dezember hat niemand Zeit für eine gute Liste

Der Dezember ist voll mit Firmenfeier, Plätzchenbacken, Adventsbesuchen und dem Elternabend, der ausgerechnet jetzt sein muss. Eine Wunschliste, die in dieser Zeit entsteht, sieht auch so aus: hingekritzelt, beliebig, mit drei Dingen, die dir gerade so einfallen. Im Januar ist der Kalender leer und der Kopf frei.

Die Leute, die für dich einkaufen, haben auch etwas davon. Mit elf Monaten Vorlauf können sie in Ruhe vergleichen und bestellen, wann es passt. Der Gang durch die überfüllte Innenstadt am dritten Adventssamstag fällt weg. Wer grundsätzlich erst am 23. Dezember losgeht, dem merkt man es an den Geschenken an.

Du hältst Wünsche fest, wenn sie auftauchen

Eine Liste, die das ganze Jahr offen ist, sammelt Dinge in dem Moment, in dem du sie siehst. Das Kochbuch im März, die Bohrmaschine, die dein Nachbar im Juli benutzt hat, der Wollpullover, den du dir beim ersten Kälteeinbruch im September gewünscht hast. Solche Wünsche sind meistens besser als alles, was du unter Zeitdruck am Küchentisch erfindest. Ein Wunsch, der im März entstanden ist und im Dezember noch auf der Liste steht, hat sich außerdem bewährt. Die spontane Idee vom Sommer, die du im Herbst wieder gestrichen hast, war offenbar nicht so wichtig.

Führ dafür eine Notiz auf dem Handy oder erstell eine Wunschliste, in die du einfach den Link einfügst, wenn dir etwas begegnet. Name, Foto und Preis werden dann automatisch übernommen. Am Ende steht auf der Liste, was du wirklich willst.

Deine Schenkenden können Angebote nutzen

Die besten Preise gibt es fast nie in den zwei Wochen vor Weihnachten. Wer im Januar auf deiner Liste sieht, dass du den Handstaubsauger von Dyson willst, hat ein Jahr Zeit, ihn im Angebot zu erwischen, etwa bei den Frühjahrsaktionen der Elektromärkte oder im Sommerschlussverkauf. Für den Schenkenden heißt das oft 30 oder 40 € weniger für genau das Produkt, das du dir gewünscht hast. Schreib deshalb bei teureren Wünschen dazu, welches Modell du meinst, damit die Suche nach dem Angebot nicht beim falschen Gerät endet.

Mehrere Leute können sich absprechen

Der Klassiker sind zwei Tanten, die dieselbe Kaffeemühle schenken, weil beide im Dezember dieselbe Idee hatten. Eine Liste, die schon Monate existiert, verhindert das. Auf Happy Giftlist reserviert die erste Tante die Mühle, die zweite sieht, dass sie vergeben ist, und du bekommst davon nichts mit, solange du reservierte Geschenke nicht selbst einblendest.

Das gilt auch für große Wünsche. Wenn deine Geschwister zusammen das Fahrrad für 600 € schenken wollen, brauchen sie Zeit, um sich abzustimmen und einzuzahlen. Im Januar geht das nebenbei. Am 20. Dezember wird daraus ein hektischer Gruppenchat mit vierzig Nachrichten, in dem einer immer die Nachricht mit dem Betrag verpasst.

Alle kaufen entspannter

Wenn deine Liste ab Januar sichtbar ist, behandeln die Leute das Geschenk nicht mehr als Pflichtaufgabe in der letzten Woche. Sie schauen im Oktober rein, denken kurz nach und suchen sich das aus, was sie dir wirklich gern schenken. So fallen die meisten Geschenke weg, die niemand wollte, weil einfach niemand mehr raten muss.

Wer im Januar mit der Weihnachtswunschliste anfängt, hat im Dezember schlicht weniger zu tun. Erstell jetzt eine Weihnachtswunschliste, füg im Laufe des Jahres hinzu, was dir begegnet, und im Dezember schickst du nur noch den Link.