Was ihr bei Zwillingen wirklich doppelt braucht
Zwei Babyschalen ja, zwei Wickeltische nein. Was bei Zwillingen doppelt auf die Geburtsliste gehört, was sich teilen lässt und wovon ihr viel braucht.
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Fast alle Zwillingseltern machen denselben Fehler. Sie nehmen die Liste vom ersten Kind und schreiben überall eine 2 davor. Zwei Wickeltische, zwei Badewannen, zwei Spielbögen. Die zweite Badewanne steht dann ein Jahr später originalverpackt bei Kleinanzeigen. Ein paar Dinge braucht ihr wirklich zweimal. Der Rest lässt sich teilen, und hier steht, was wohin gehört.
Was ihr wirklich zweimal braucht
Zwei Babyschalen, ohne Diskussion. Jedes Kind braucht bei jeder Fahrt seinen eigenen Sitz, und ohne sie lässt euch das Krankenhaus nicht gehen.
Zwei Bettchen lohnen sich auch, obwohl Neugeborene in den ersten Wochen durchaus in einem Beistellbett nebeneinander liegen können. Sobald sie sich drehen, schlafen beide getrennt besser. Zwei Hochstühle ebenfalls, denn beide gleichzeitig zu füttern ist um Längen einfacher, als die Mahlzeiten hintereinander zu legen und dabei ein schreiendes Kind auf dem Arm zu haben.
Und zwei Tragen. Es gibt Tandemtragen, aber mit zwei einzelnen könnt ihr euch beim Spaziergang aufteilen, und wenn eines der Kinder gerade mehr Nähe braucht, hängt es bei einem von euch, während das andere im Wagen schläft.
Was sich teilen lässt
Ein Wickeltisch reicht. Ihr wickelt ohnehin nur ein Kind zur selben Zeit. Dasselbe gilt für die Babywanne, die Wippe und den Spielbogen. Die wandern über den Tag einfach zwischen den beiden hin und her.
Ein Zwillingskinderwagen ersetzt zwei einzelne und ist im Alltag deutlich praktischer, weil eine Person ihn allein schieben kann. Nehmt ein Modell, das durch normale Türen passt, und messt vorher den Aufzug. Babyphone, Schaukel und die großen Spielgeräte braucht ihr ebenfalls nur einmal.
Bei Kleidung und Fläschchen zählt die Menge
Bei Kleidung zählt die Menge. Zwei von jedem Design braucht niemand. Zwillinge wechseln mehrmals am Tag die Kleidung, und die Waschmaschine läuft sowieso jeden Tag. Rechnet mit zehn bis zwölf Bodys und ebenso vielen Stramplern pro Größe, in 56 und 62 zuerst.
Beim Füttern hängt es von eurem Plan ab. Wer stillt oder abpumpt, kommt mit einer Milchpumpe und ein paar Fläschchen für abgepumpte Milch aus. Wer mit der Flasche füttert, braucht mindestens zehn bis zwölf Flaschen, sonst steht ihr um zwei Uhr nachts an der Spüle. Ein Sterilisator für sechs Flaschen auf einmal ist dann kein Luxus.
Lätzchen, Spucktücher und Mullwindeln braucht ihr in großen Mengen. Zwanzig Mulltücher sind bei Zwillingen kein Überfluss. Jedes Tuch mehr ist eine Ladung Wäsche weniger.
Zwei Farben und genug Platz
Kauft Kleidung und Schnuller in zwei Farben. Viele Zwillingseltern geben jedem Kind eine Farbe, und dann weiß auch die Oma, wessen Mütze in ihrer Hand liegt.
Denkt an den Platz, bevor ihr Großes verdoppelt. Zwei Hochstühle in einer Küche von acht Quadratmetern sind eine echte Platzfrage. Verdoppelt nur, was ihr wirklich gleichzeitig benutzt, und lasst den Rest weg.
Kauft erst das Nötige und ergänzt, sobald ihr merkt, wie eure beiden Kinder ticken. Andere Zwillingseltern aus der Krabbelgruppe wissen besser als jeder Ratgeber, was sich doppelt lohnt und was nicht. Fragt sie, bevor ihr die zweite Wippe bestellt.
Die Liste aufstellen
Die Liste für Zwillinge wird länger als für ein Kind, aber lange nicht doppelt so lang. Konzentriert euch auf alles, was mit Sicherheit zu tun hat, auf das Füttern und auf genug Kleidung. Von den großen Anschaffungen setzt ihr nur das doppelt auf die Liste, was ihr wirklich gleichzeitig braucht.
Auf Happy Giftlist könnt ihr eine Geburtsliste erstellen, bei jedem Wunsch dazuschreiben, wie viele ihr davon braucht, und die zweite Babyschale als Gruppengeschenk eintragen, zu dem mehrere Leute etwas beisteuern können. Dann wissen Freunde und Familie genau, was für beide Kinder gebraucht wird.



