Was ihr in den ersten Monaten wirklich für das Baby braucht
13. Januar 2026

In vielen Kinderzimmern liegen nach der Geburt 14 Bodys in Größe 56 und kein einziger in 68. Nach drei Wochen ist die kleine Größe durch. Dafür steht der Flaschenwärmer noch im Karton, wenn das Kind schon läuft. Diese Liste zeigt, was in den ersten Monaten wirklich täglich in der Hand ist, sortiert nach dem, was ihr den ganzen Tag tut: füttern, schlafen legen, anziehen, baden und rausgehen.
Füttern, egal ob Brust oder Flasche
Wer stillt, braucht eine Milchpumpe (eine Medela oder Elvie lohnt sich, wenn ihr abpumpen wollt), Still-BHs in zwei Größen, Stilleinlagen und Lanolinsalbe. Ein Stillkissen schont Rücken und Arme, denn die Stillzeiten sind lang, gerade nachts.
Für Flasche oder Zufüttern: sechs Flaschen in zwei Größen, Sauger mit verschiedenen Durchflussstufen und ein Sterilisator, entweder für die Mikrowelle oder als Gerät. Kauft mindestens acht Mullwindeln als Spucktücher, denn ihr werdet mehrere am Tag brauchen. Ein Milchpulverspender mit drei Fächern ist um drei Uhr nachts Gold wert, weil niemand um diese Zeit Löffel zählen will.
Ein Schlafplatz ohne Kissen und Kuscheltiere
Ins Bettchen gehört eine feste Matratze, die ohne Spalt passt, und drei Spannbettlaken. Sonst nichts. Keine Decke, kein Kissen, kein Nestchen, kein Plüschhase. So empfiehlt es die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, und die Empfehlung hat einen ernsten Grund.
Für die ersten Wochen ist ein Beistellbett praktisch, weil ihr nachts nicht aufstehen müsst. Ein Pucksack oder ein Schlafsack in Größe 50/56 hilft beim Einschlafen. Ein Babyphone braucht ihr erst, wenn das Kind in einem anderen Zimmer schläft; ein einfaches Audiogerät reicht den meisten, wer beim Kochen mitschauen will, nimmt ein Modell mit Kamera. Eine White-Noise-Maschine und ein Verdunkelungsrollo tun für den Schlafrhythmus oft mehr als jeder Ratgeber.
Kleidung, die länger als zwei Wochen passt
Größe 50 und 56 ist nach wenigen Wochen vorbei, deshalb von den kleinen Größen nur wenig kaufen und lieber Bodys, Strampler und Schlafanzüge bis Größe 74 auf die Liste setzen. Sechs bis acht Teile pro Größe reichen, wenn ihr alle zwei Tage wascht.
Achtet auf Wickelbodys mit Druckknöpfen und auf Schlafanzüge mit Reißverschluss. Wer einmal um vier Uhr morgens zwölf Druckknöpfe im Dunkeln gezählt hat, versteht den Unterschied. Kratzfäustlinge schützen das Gesicht vor den eigenen Fingernägeln, eine dünne Mütze hält den Kopf warm. Dazu je nach Jahreszeit ein Overall für den Winter, eine Strickjacke oder ein Sonnenhut.
Lätzchen: viele. Wasserdichte für die Mahlzeiten, weiche aus Baumwolle für das Sabbern dazwischen. Zehn Stück sind kein Überfluss.
Baden und wickeln
Ein Badeeimer oder eine kleine Babywanne, die sicher in eurer Wanne oder auf dem Waschbeckenrand steht, macht das Baden entspannter als der große Waschbeckenversuch. Dazu ein Badesitz oder eine rutschfeste Einlage, ein parfümfreies Waschgel, weiche Waschlappen und zwei Kapuzenhandtücher.
Ein Neugeborenes verbraucht zehn bis zwölf Windeln am Tag. Legt vor der Geburt zwei Packungen Größe 1 und zwei Packungen Größe 2 an, mehr nicht, weil ihr erst nach der Geburt wisst, welche Marke passt. Wundschutzcreme, Wattepads und Feuchttücher gehören daneben. Eine Wickelunterlage im Schlafzimmer erspart euch nachts den Weg ins Kinderzimmer.
Babyschale und Kinderwagen
Ohne Babyschale kommt ihr nicht aus dem Krankenhaus nach Hause, also steht sie ganz oben. Nehmt ein Modell nach der aktuellen i-Size-Norm, mit Basis, wenn ihr oft mit dem Auto fahrt. Viele Eltern nehmen ein Travel-System, bei dem die Schale auf das Gestell des Kinderwagens passt.
Beim Kinderwagen entscheidet euer Alltag. Für die Stadt mit Straßenbahn und engen Aufzügen etwas Leichtes wie einen Bugaboo Butterfly, für Feldwege und Kopfsteinpflaster ein Modell mit großen Rädern. Eine Trage oder ein Tragetuch gehört unbedingt dazu. Die Hände sind frei, und ein weinendes Baby beruhigt sich dort oft schneller als im Wagen.
Freunde und Familie fragen sowieso, was ihr braucht, und ohne Liste bekommt ihr drei Kuscheldecken und keine Windeln. Auf Happy Giftlist könnt ihr eine Geburtsliste erstellen, alles von oben eintragen und für die Babyschale einen Beitrag einrichten, auf den mehrere Leute zusammen einzahlen.
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