Wichteln im Sportverein zum Saisonende

Im Mai ist das letzte Spiel, und danach sieht man die Hälfte der Mannschaft bis August nicht mehr. Ein Wichteln zum Saisonende gibt dem Team einen Grund, vorher nochmal zusammenzusitzen, und es funktioniert in Vereinen besser als in den meisten Büros. Nach neun Monaten Training weiß jeder etwas über die anderen, auch wenn es oft nur die Frage ist, wer beim Elfmeter die Nerven behält.
Budget und Termin stehen fest, bevor du es ankündigst
15 bis 30 € passen für die meisten Teams und halten das Ganze auch für den Studenten im Kader bezahlbar. Leg früh fest, wann getauscht wird, ob bei der Saisonabschlussfeier, beim Essen nach dem letzten Spiel oder an einem eigenen Abend im Vereinsheim.
Schick eine Nachricht an alle, in der steht, wie es läuft. Das ist vor allem für die wichtig, die noch nie gewichtelt haben, und das sind in einem Herrenteam mehr, als man denkt. Budget, Termin und ein eventuelles Motto gehören in die Nachricht.
Ein kurzes Anmeldeformular hilft. Wer mitmacht, trägt sich ein und schreibt zwei oder drei Dinge dazu, die nichts mit dem Sport zu tun haben, etwa den Lieblingssnack oder ein Hobby. Wer den Namen zieht, hat dann etwas in der Hand.
Geschenke, die über das Trikot hinausgehen
Ein Sportteam hat einen Vorteil, den andere Wichtelgruppen nicht haben: Alle kennen das wichtigste Interesse der anderen schon. Der Fehler ist, dabei stehen zu bleiben und die zwölfte Trinkflasche zu kaufen.
- Gute Sportsocken von Falke oder Kompressionsstulpen
- Eine isolierte Trinkflasche in den Vereinsfarben
- Faszienrolle, Massageball oder ein Tape-Set für die Regeneration
- Ein Handtuch mit Rückennummer und Namen
- Eine Powerbank für lange Turniertage in der Halle
- Eine Kiste mit Proteinriegeln oder das Trockenfleisch, das jemand immer aus dem Urlaub mitbringt
- Kleinkram mit Vereinsbezug wie ein Schlüsselanhänger oder ein Aufkleber fürs Auto
Schau auch neben den Sport. Wenn die Torhüterin jeden Samstag mit einem Kaffee vom Röster kommt oder der Stürmer zwischen den Spielen immer ein Buch in der Tasche hat, ist das die bessere Spur als alles aus dem Sportgeschäft.
Die Mütze weglassen und die Auslosung online machen
Namen aus der Mütze ziehen klingt einfach, bis jemand sich selbst zieht oder drei Wochen später nicht mehr weiß, wen er hatte. Bei einer Auslosung online bekommt jeder sein Los per Mail, die Zuteilung bleibt gespeichert, und wer beim Training an dem Abend fehlt, ist trotzdem dabei. Bei einem Kader mit 22 Leuten ist das der Unterschied zwischen einer Aktion und einem Chaos.
Manche Trainer streuen in den Wochen vor dem Tausch kleine Hinweise ein, wer wen gezogen haben könnte. Das hält alle wach, ohne etwas zu verraten, und macht das Aufwärmen zur Ratesendung.
Der Abend, an dem ausgepackt wird
Leg den Tausch auf einen Termin, den ihr sowieso habt, also auf die Abschlussfeier oder das Essen nach dem letzten Heimspiel. Ein eigener Abend im Juni geht in den Urlauben unter. Sorg für etwas zu essen und setz alle an einen Tisch.
Lass jeden raten, wer sein Wichtel war, bevor es aufgelöst wird, oder bitte alle, vor dem Auspacken ihren liebsten Moment der Saison zu erzählen. Bestimm jemanden, der Fotos macht, oder stell eine Ecke mit dem Vereinsbanner auf, wo sich die Paare mit ihren Geschenken fotografieren lassen. Diese Bilder landen im Teamchat und bleiben dort bis zur nächsten Saison.
Der Tausch dauert einen Abend, aber der Witz darüber, wer die Faszienrolle bekommen hat, hält bis zum ersten Training im August. Wenn du es dieses Jahr machen willst, kannst du ein Wichteln für dein Team anlegen. Die Auslosung per Mail und die Wunschlisten laufen dann von allein, und du kümmerst dich um den Grill.





