Was bei einem Sommerbaby gegen die Hitze auf die Geburtsliste gehört

Was bei einem Sommerbaby gegen die Hitze auf die Geburtsliste gehört

Ein Baby, das im Juli kommt, braucht eine andere Ausstattung als eines im Januar. Babys können ihre Temperatur noch nicht gut selbst regeln, und die Wollstrampler aus dem Standardpaket der Großeltern helfen bei 32 Grad im Schlafzimmer niemandem. Hier steht, was auf die Geburtsliste gehört, wenn der Wetterbericht schon im Mai Hitze ankündigt.

Kleidung, die atmet

Nimm Bodys und Strampler aus Baumwolle, Bambus oder Musselin. Die Stoffe lassen Luft durch und leiten Schweiß von der Haut weg. Kurzärmelige Bodys reichen an den meisten Tagen, ärmellose an den heißesten, und für klimatisierte Räume, den Zug oder den Abend am See gehören ein paar dünne Langarmteile dazu. Wer für den ersten Sommer fast nur Musselin-Bodys von Lässig kauft, verschenkt im September meist den Rest ungetragen weiter.

Ein Sonnenhut mit breiter Krempe und Kinnband ist für jeden Aufenthalt draußen Pflicht. Nimm gleich zwei oder drei, weil immer einer im Kinderwagen liegt oder bespuckt ist. Dünne Baumwollsocken sind auch im Sommer sinnvoll. Sie schützen die Füße vor heißem Pflaster und der Rückbank des Autos.

Die Temperatur jenseits der Kleidung regeln

Ein Ventilator fürs Kinderzimmer sorgt für Luftbewegung, ohne dass das Baby im Zug liegt. Achte auf ein Modell mit geschlossenem Gitter und einem leisen Nachtmodus, sonst steht er nach zwei Nächten wieder im Keller.

Kühlmatten für Bett und Kinderwagen, mit Gel oder aus luftigem Mesh, helfen an den Tagen, an denen es auch nachts nicht unter 24 Grad geht. Nimm nur Produkte, die ausdrücklich für Säuglinge gemacht sind, und halte dich an die Hinweise des Herstellers.

Verdunkelungsvorhänge halten die Mittagssonne aus dem Kinderzimmer und den Raum für den Mittagsschlaf zwei bis drei Grad kühler. Das ist die günstigste Anschaffung auf dieser Liste und eine der wirksamsten.

Baden und Haut

Im Sommer wird öfter gebadet. Ein mildes Waschgel ohne Parfum reinigt, ohne die Haut auszutrocknen, und lauwarmes Wasser kühlt, ohne das Baby zu erschrecken. Kaltes Wasser ist keine gute Idee, auch wenn es sich bei 35 Grad so anfühlt.

Mineralischer Sonnenschutz für Babys wird ab dem sechsten Monat wichtig. Vorher übernehmen Schatten und Kleidung den Job. Wenn du Sonnencreme benutzt, nimm mindestens Lichtschutzfaktor 30 mit UVA- und UVB-Schutz und vergiss die Stellen nicht, die alle vergessen, also Ohren, Füße und Handrücken.

Eine einfache Feuchtigkeitscreme mit wenigen Inhaltsstoffen und ohne Duft hilft der Hautbarriere, die durch Hitze, Schweiß und häufiges Waschen beansprucht wird.

Füttern bei Hitze

Wer stillt, muss selbst viel trinken. Eine isolierte Trinkflasche mit einem Liter gehört deshalb genauso auf die Geburtsliste wie alles fürs Baby, und sie ist ein gutes Geschenk für die Kollegin, die 20 € ausgeben will.

Beim Fläschchen geht es darum, wie die Milch unterwegs sicher temperiert bleibt. Eine isolierte Flaschentasche und ein kleiner Kühlakku verhindern, dass sie im Kinderwagen kippt, und zwei zusätzliche Flaschen sind sinnvoll, weil Babys bei Hitze öfter und kleinere Mengen trinken.

Sobald der Brei anfängt, brauchst du Lätzchen und Zubehör, das sich mit einem Wisch reinigen lässt. Klebrige Finger, warmes Wetter und Essen im Park gehören öfter zusammen, als man vorher denkt.

Raus aus dem Haus

Ein leichter Kinderwagen mit großem Verdeck, luftigem Sitz und voller Liegeposition macht Sommerausflüge möglich, und das Baby schläft unterwegs im Schatten. Ein Sonnensegel für den Wagen, das Licht abhält, aber Luft durchlässt, gehört dazu. Ein Tuch über dem Verdeck staut die Hitze und ist die schlechteste Lösung.

Ein batteriebetriebener Ventilator mit biegsamem Hals, der am Griff oder am Sitz klemmt, bringt Luft genau dorthin, wo das Baby liegt.

Eine Wickeltasche mit isolierten Fächern lohnt sich ebenfalls. Du brauchst Platz für zwei Ersatzoutfits, weil Sommerbabys mehr davon verbrauchen, für dein eigenes Wasser und für die Kühlakkus, die an dem Tag mitkommen.

Du kannst eine Geburtsliste erstellen und den Link an Familie und Freunde schicken, die bei der Vorbereitung helfen wollen. Für den Kinderwagen können mehrere Leute zusammenlegen, und die Sonnenhüte kann die Nachbarin nehmen. Der Wollstrampler bleibt dann im Laden.