Die Weihnachtswunschliste für Kinder schon im Mai anfangen

Die Weihnachtswunschliste für Kinder schon im Mai anfangen

Im Mai an Weihnachten denken klingt nach den Lebkuchen, die im September im Supermarkt liegen. Trotzdem lohnt es sich, die Weihnachtswunschliste eures Kindes jetzt anzulegen. Der Advent fängt deshalb nicht früher an. Ihr habt einfach mehr Zeit: sieben Monate, um zu beobachten, zu vergleichen und zu kaufen, bevor das Lego-Set ausverkauft ist.

Die Kosten auf sieben Monate verteilen

Wer im Mai anfängt, steht im Dezember nicht vor einer Rechnung von 400 € auf einmal. Die Einkäufe verteilen sich über Sommer und Herbst, und viele Angebote haben mit Weihnachten nichts zu tun: der Sommerschlussverkauf, die Rabattwoche der großen Online-Händler im Juli, die Aktionen zum Schulanfang im August. Das Fahrrad, das im Juli reduziert ist, kostet im Dezember wieder den vollen Preis.

Ein früher Start macht ein Budget pro Kind außerdem realistisch. Ihr habt Zeit, Preise zu vergleichen, und müsst am dritten Adventssamstag nicht nehmen, was noch im Regal steht. Und ihr merkt rechtzeitig, wenn die Liste auf 600 € zusteuert, und könnt kürzen, bevor etwas gekauft ist.

Ausverkauft ist ein Dezemberproblem

Das Spielzeug, das alle wollen, ist meist Ende November weg. Dann bleibt die Wahl zwischen einer hektisch gesuchten Alternative und dem doppelten Preis bei einem Drittanbieter. Wenn ihr die zwei oder drei wichtigsten Geschenke schon im Sommer kennt, kauft ihr sie, solange sie lieferbar sind und normal kosten. Das Set von Lego Technic oder die Tonie-Figur, die im Dezember erst wieder für Januar angekündigt wird, liegt dann längst im Schrank.

Ihr spart euch dazu den Parkplatz vor dem Einkaufszentrum, die Schlange an der Kasse und die Pakete, die am 22. Dezember irgendwo im Verteilzentrum stehen. Eine ruhige Juniwoche fühlt sich beim Einkaufen anders an als das Wochenende vor Weihnachten.

Sehen, was das Kind wirklich mag

Kinder wechseln ihre Interessen schnell. Aus der Dinosaurierphase im Mai kann bis Dezember eine Begeisterung für Vulkane geworden sein. Eine Liste, die über Monate wächst, zeigt diesen Wandel. Was im Mai draufkam und im November noch drauf ist, ist ein sicherer Wunsch. Was nach drei Wochen wieder verschwindet, war ein Werbespot.

Das hilft auch bei der Familie. Wenn die Großeltern im Juli fragen, was die Kinder sich wünschen, habt ihr eine Antwort parat, und die Oma kauft nicht dasselbe wie die Patentante. Auf Happy Giftlist reserviert die Oma den Wunsch auf der Liste, und alle anderen sehen, dass er vergeben ist. Ihr habt außerdem Zeit, Bewertungen zu lesen und zu überlegen, ob das ferngesteuerte Auto wirklich in eine Dreizimmerwohnung passt.

Über Geld und Geduld reden

Sieben Monate geben Raum für Gespräche, die im Dezember keiner führen will. Ältere Kinder können ihre Liste selbst sortieren und verstehen, dass Weihnachten ein Budget hat wie alles andere. Sie können überlegen, was ihnen am wichtigsten ist, worauf sie verzichten können und was auch zum Geburtstag kommen könnte. Die Frage, ob ein Wunsch nach drei Monaten noch da ist, lehrt ein achtjähriges Kind mehr über Geduld als jedes Gespräch. Es ist außerdem der passende Moment, zu fragen, was das Kind selbst der Schwester schenken will.

Der Dezember wird zum Einpacken

Legt die Liste an einem Abend in dieser Woche an, mit den zwei Wünschen, die euer Kind gerade am lautesten äußert. Ihr könnt jetzt eine Weihnachtswunschliste erstellen, sie über die Monate wachsen lassen und den Link an die Großeltern schicken. Im Dezember bleibt dann nur noch das Einpacken.