Heiraten im Dezember mit zwei getrennten Wunschlisten
Wie ihr bei einer Hochzeit im Dezember Hochzeitsliste und Weihnachtswunschzettel trennt, zeitlich staffelt und Gäste nicht mit zwei Listen überfordert.
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Hochzeit am 19. Dezember, Weihnachten fünf Tage später. Eure Gäste kaufen dann innerhalb von drei Wochen für zwei Anlässe ein, und die Hälfte fragt sich, ob die Küchenmaschine jetzt zur Hochzeit oder unter den Baum gehört. Dazu kommt, dass im Dezember ohnehin jeder Kalender voll ist und die Paketdienste am Limit arbeiten. Zwei getrennte Listen mit klarem Zeitplan lösen das Problem, bevor es entsteht.
Auf die Hochzeitsliste kommen andere Dinge als auf den Weihnachtszettel
Die Hochzeitsliste deckt ab, was ihr für den gemeinsamen Haushalt braucht: die Gusseisenpfanne, das Bettwäsche-Set, den Staubsauger, der endlich den alten ersetzt. Der persönliche Weihnachtswunschzettel ist eine andere Kategorie. Dort stehen der Roman, die Laufschuhe und das Yogaabo, also Dinge, die jeder von euch für sich will.
Wenn ihr eine Hochzeitsliste erstellt, konzentriert euch auf die größeren gemeinsamen Anschaffungen und hebt die kleinen persönlichen Wünsche für Weihnachten auf. Gäste erkennen dann auf einen Blick, welches Geschenk wohin gehört, und die Patentante muss nicht raten, ob die Espressomaschine ein Hochzeitsgeschenk ist.
Die Hochzeitsliste früh verschicken, den Weihnachtszettel erst im Dezember
Verschickt die Hochzeitsliste zusammen mit der Einladung, also im September oder Oktober, deutlich vor dem Trubel im Advent. So haben die Gäste Zeit, in Ruhe etwas auszusuchen, bevor die Lieferzeiten im Dezember auf zwei Wochen steigen. Wer im November bestellt, hat das Geschenk sicher rechtzeitig, wer am 15. Dezember bestellt, hofft.
Mit dem Weihnachtswunschzettel wartet ihr, bis die Zusagen für die Hochzeit da sind. Anfang Dezember reicht völlig, dann haben die meisten Gäste das Hochzeitsgeschenk schon reserviert. Wer beides gleichzeitig verschickt, legt der Familie zwei Wunschlisten auf einmal auf den Tisch, und das wirkt schnell wie eine Rechnung.
Sagt den Gästen, dass ihr das ungünstige Timing kennt
Sprecht mit den engsten Verwandten und Freunden offen darüber, dass Hochzeit und Weihnachten dieses Jahr zusammenfallen. Ein kurzes ehrliches Gespräch über Budget und Erwartungen erspart allen Beteiligten das schlechte Gewissen. Ein Satz wie „Ihr müsst uns dieses Jahr wirklich nichts zu Weihnachten schenken“ nimmt viel Druck heraus.
Manche Gäste legen Hochzeits- und Weihnachtsgeschenk zu einem größeren Geschenk zusammen, andere halten beides getrennt. Beides ist in Ordnung, und niemand soll sich gedrängt fühlen. Wenn ihr einen Weihnachtswunschzettel erstellt, nehmt Wünsche von 10 bis 100 Euro auf, damit die Cousine mit dem Studentenbudget genauso etwas findet wie die Großeltern.
Bei den teuren Wünschen zusammenlegen lassen
Gemeinschaftsgeschenke funktionieren bei einer Weihnachtshochzeit besonders gut, vor allem bei den großen Posten auf der Hochzeitsliste. Nutzt eine Liste, bei der mehrere Leute zu einem Geschenk beitragen können, dann muss sich niemand am Telefon absprechen.
Im Dezember hat das einen Vorteil, denn die ganze Familie sitzt an den Feiertagen ohnehin an einem Tisch. Die Cousins teilen sich die KitchenAid für 600 Euro, das Büro legt für das Geschirrset zusammen. Die Kosten verteilen sich auf mehr Leute, und ihr bekommt das eine Ding, das ihr wirklich wolltet.
Notieren, wer was geschenkt hat, und zwei Sorten Dankeskarten schreiben
Weil in denselben Wochen Geschenke zur Hochzeit und zu Weihnachten eintreffen, führt eine einfache Liste: wer, was, welcher Anlass. Eine Tabelle oder die Notizen-App im Handy reicht. Nach dem dritten Paket vom selben Onkel wisst ihr sonst nicht mehr, wofür ihr euch bedankt.
Schreibt die Dankeskarten zeitnah und nennt den Anlass. In der Hochzeitskarte könnt ihr erwähnen, wie ihr die Pfanne in der neuen Küche schon benutzt habt. Die Weihnachtskarte darf lockerer sein. Gäste merken, wenn ihr das sauber auseinanderhaltet, gerade in den Wochen, in denen alle im Stress sind.
Legt jetzt eure Hochzeitsliste an und verschickt sie mit der Einladung. Den Weihnachtswunschzettel richtet ihr Anfang Dezember ein, wenn die Hochzeitsgeschenke vergeben sind.



