Welche Babyausstattung neu sein muss und was gebraucht reicht
24. März 2026

Die Babyschale, das Bett und die Milchpumpe kaufst du neu. Bodys in Größe 56 fast nie. Wer bei jedem Teil auf der Geburtsliste weiß, in welche Gruppe es gehört, spart im ersten Jahr mehrere hundert Euro, ohne beim Baby ein Risiko einzugehen. Bei vielen Familien kommt die Hälfte der Ausstattung von der Schwägerin und aus Kleinanzeigen, und niemand merkt den Unterschied.
Was nie gebraucht sein sollte
Die Babyschale steht ganz oben. Bei einer gebrauchten weißt du nicht, ob sie einen Unfall hinter sich hat, ob sie zurückgerufen wurde oder ob sie fünf Sommer lang im heißen Auto lag. Der Kunststoff wird mit den Jahren spröde, auch wenn er von außen gut aussieht. Dazu ändern sich die Normen. Ein Sitz von 2015 erfüllt die heutige i-Size-Norm meist nicht mehr.
Bett und Matratze gehören in dieselbe Gruppe. Eine feste Matratze, die ohne Spalt ins Bett passt, ist für sicheren Schlaf wichtig, und ältere Betten haben oft Stababstände, die heute nicht mehr zulässig sind. Der Hochstuhl sollte ebenfalls neu sein, damit jeder Gurt und jede Verriegelung funktioniert und kein Teil fehlt.
Milchpumpe, Fläschchen und Schnuller sind eine Frage der Hygiene. Sie haben direkten Kontakt mit dem Baby und behalten Keime, egal wie gründlich jemand sie ausgekocht hat. Babyphone und andere Elektronik kaufst du neu, damit du dich darauf verlassen kannst, dass sie um drei Uhr nachts noch Empfang haben.
Was du bedenkenlos gebraucht nehmen kannst
Kleidung ist der klarste Fall. Ein Baby trägt einen Body in Größe 56 vielleicht fünfmal, bevor er zu klein ist. Gebrauchte Sachen von Marken wie Petit Bateau oder Jako-o sind oft wie neu und kosten ein Fünftel. Kauf gleich die nächsten zwei Größen mit, du brauchst sie schneller, als dir lieb ist.
Bücher halten gebraucht sehr gut, vor allem Pappbilderbücher, die dafür gemacht sind, angekaut und durch die Wohnung geworfen zu werden. Kuscheltiere gehen auch, solange sie in die Waschmaschine dürfen und keine Knopfaugen haben, die sich lösen.
Große Möbel sind die Kategorie, in der sich das Sparen wirklich lohnt. Eine Wickelkommode, ein Kleiderschrank oder ein Regal für 40 € aus den Kleinanzeigen sieht nach zwei Kindern meist noch aus wie neu. Prüf nur, ob alles fest verschraubt ist und ob eine Kippsicherung dabei ist oder nachgekauft werden muss.
Was du vorher genau anschaust
Kinderwagen und Buggys kannst du gebraucht kaufen, aber teste Bremsen, Räder und Gurt vor Ort. Alles muss leichtgängig sein, und die Teile, die das Kind halten, dürfen keinen sichtbaren Verschleiß zeigen. Ein Bugaboo mit 300 € Nachlass ist ein guter Kauf, wenn die Bremse greift.
Babywippen, Schaukeln und Spielbögen funktionieren gebraucht, wenn die Elektronik läuft und Stoff und Rahmen heil sind. Probier alles aus, bevor Geld den Besitzer wechselt, und such das Modell einmal kurz nach Rückrufen.
Babybadewannen und Badesitze sind gebraucht meist unbedenklich. Schau nach Rissen, die die Stabilität beeinträchtigen, und reinige sie vor dem ersten Bad gründlich mit einem Mittel, das für Babys zugelassen ist.
Gebraucht kaufen, ohne reinzufallen
Frag den Verkäufer direkt. Wie alt ist das Teil, wie viele Kinder haben es benutzt, war es je in einem Unfall. Wer ehrlich verkauft, antwortet ohne Umschweife. Wer ausweicht, hat einen Grund.
Prüf vor dem Kauf die Website des Herstellers oder das Rückrufportal Safety Gate der EU. Ein Produkt kann makellos aussehen und trotzdem einen offenen Rückruf haben, den man von außen nie sehen würde.
Verhandle, vor allem wenn du mehrere Dinge von derselben Familie kaufst. Viele Eltern geben einen Paketpreis, wenn der Keller dafür schneller leer wird. Rechne außerdem die Reinigung mit ein. Ein Kinderwagen, der zur Polsterreinigung muss, frisst einen Teil der Ersparnis wieder auf.
Die Geburtsliste in drei Gruppen teilen
Teil die Liste vor dem Teilen in drei Gruppen. Neu kaufen, gern gebraucht, erst prüfen. So wissen Familie und Freunde sofort, was sie anbieten können, und die Schwägerin muss nicht fragen, ob die alte Wippe willkommen ist.
Sag den Verwandten offen, was du neu haben willst und was du gern übernimmst. Die meisten geben lieber weiter, woraus ihre Kinder herausgewachsen sind, als es weitere drei Jahre auf dem Dachboden zu lagern.
Neues mit Gebrauchtem zu mischen ist die vernünftigste Art, sich auf ein Baby vorzubereiten. Du kannst jetzt eine Geburtsliste erstellen, die Babyschale und das Bett als Neukauf eintragen, für die mehrere Leute zusammenlegen können, und bei der Kommode dazuschreiben, dass gebraucht willkommen ist.
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