Wie viel ein Einweihungsgeschenk kosten darf
Was Gäste für ein Einweihungsgeschenk ausgeben, welche Geschenke unter 25 € gut ankommen, wann mehr angebracht ist und wie eine Gruppe zusammenlegt.
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Jemand aus dem Freundeskreis ist umgezogen, die Einladung zur Einweihung ist da, und du stehst im Laden mit der Frage, ob 15 € geizig wirken oder 50 € übertrieben. Einweihungsgeschenke liegen in einer merkwürdigen Zone: groß genug, um etwas zu bedeuten, klein genug, dass niemand an die Kaution denkt.
Was die meisten Gäste ausgeben
Bei den meisten Einweihungspartys liegen die Geschenke zwischen 15 und 50 €, und die Beziehung zu den Gastgebern entscheidet, wo du landest. Geschwister und Eltern liegen am oberen Ende oder darüber, Kollegen und lose Bekannte bei 15 bis 25 €. Wer allein wohnt und 40 Leute einlädt, rechnet ohnehin mit kleineren Geschenken als das Paar, das acht Freunde zum Essen bittet.
Die Gastgeber haben gerade Kaution, Umzugswagen und die erste Ikea-Rechnung bezahlt und wissen genau, dass Budgets unterschiedlich sind. Ein Geschenk für 15 €, das zur Wohnung passt, kommt besser an als eines für 50 €, das am Vorabend an der Tankstelle gekauft wurde.
Geschenke, die nach mehr aussehen, als sie kosten
Was in Erinnerung bleibt, sind meist die Dinge, die sich niemand zwischen Umzugskartons selbst kauft:
- ein guter Riesling oder ein Crémant für 12 bis 18 € mit einer Karte, in der die neue Adresse steht
- ein Pfund Kaffee von der Rösterei im neuen Viertel
- ein Kräuterset für die Fensterbank mit Basilikum, Schnittlauch und Petersilie
- ein Brotmesser von Zwilling oder Victorinox für 25 bis 35 €, denn das fehlt in fast jeder neuen Küche
- Marmelade, Senf oder Käse vom Wochenmarkt in der Nähe der neuen Wohnung
Fast alles davon liegt unter 25 €, und die Gastgeber benutzen es gleich in der ersten Woche. Die Duftkerze lässt du weg. Sie ist das Einweihungsgeschenk, das jeder bringt, und nach der Party stehen sechs davon im Regal.
Mehr für die Familie, weniger als Begleitung
Für Geschwister, Kinder oder sehr enge Freunde sind 40 bis 80 € üblich, etwa für einen Wasserkocher von Bosch oder KitchenAid, eine gute Fußmatte aus Kokos mit Rahmen oder ein Werkzeugset mit Akkuschrauber, das beim Aufbau am ersten Wochenende gleich gebraucht wird.
Wer als Begleitung mitkommt und die Gastgeber kaum kennt, ist mit 15 bis 20 € gut dabei. Eine Packung guter Kekse, ein kleiner Kaktus oder eine Tafel Schokolade aus der Manufaktur reichen, mehr wäre seltsam. Ist das Geld knapp, sind 10 € völlig in Ordnung, und ein selbstgebackener Kuchen oder Blumen aus dem eigenen Garten kosten noch weniger und werden mindestens so gern genommen.
In der Gruppe: 15 € geben, 90 € schenken
Wenn du dich mit Kollegen oder gemeinsamen Freunden zusammentust, reicht es für etwas, das jahrelang bleibt: ein Gusseisentopf, eine Stehlampe, die Moccamaster, die das Paar sich selbst nie kaufen würde. Jeder gibt 10 bis 20 €, und die Gruppe schenkt am Ende 60 bis 120 €.
Das löst nebenbei das Problem, dass drei Leute unabhängig voneinander dieselbe Kerze mitbringen. Eine Person sammelt ein und nennt vorher einen Betrag, und die Karte unterschreiben alle. Wer nicht mitmachen will, bringt einfach etwas Eigenes; niemand muss sich rechtfertigen.
Wenn du selbst umziehst
Auf der anderen Seite, als Gastgeberin oder Gastgeber, erspart eine Wunschliste deinen Freunden das Rätselraten im Laden. Trag eine Mischung aus günstigen Dingen ein (Geschirrtücher, ein Schneidebrett, Aufbewahrungsboxen in der Breite deiner Schränke) und dazu zwei oder drei größere Wünsche, für die eine Gruppe zusammenlegen kann. So findet jeder Gast etwas, das zu seinem Budget passt, ohne raten zu müssen.
Manche finden es unhöflich, zur Einweihung eine Liste zu verschicken. Ein Satz in der Einladung reicht dann: „Wer etwas mitbringen möchte, hier steht, was noch fehlt.“
Auf Happy Giftlist kannst du in wenigen Minuten eine Wunschliste erstellen, den Link in die Einladung setzen, und deine Gäste reservieren, was sie mitbringen, damit nicht drei Brotmesser ankommen.



